Bachelor treibt Studenten in psychologische Beratung

Die neuen Bachelorabschlüsse sollten das Studium eigentlich erleichtern. Stattdessen haben sie es verschult und die Leistungsanforderungen erhöht. Etliche Studenten verzweifeln. „Vor allem am Anfang ihres Studiums stehen viele junge Leute extrem unter Druck“, ist die Erfahrung von Sabine Köster, Leiterin der Psychologischen Beratungsstelle des Studentenwerks (PBS) Karlsruhe. Gemeinsam mit Hochschulen und Politik wollen Experten nach Auswegen suchen. Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Horst Hippler, kündigte bereits an, einige Fehlentwicklungen korrigieren zu wollen. „Es ist für mich fraglich, ob studienbegleitende Prüfungen wirklich so scharf sein müssen, wie sie zum Teil sind.“ Die dichte Studienorganisation mit Anwesenheitspflicht und einer hohe Zahl von Prüfungen führe häufig zum Studienabbruch. Das bestätigen die Beratungsstellen. Vor allem Studienanfänger fühlten sich verängstigt, isoliert und depressiv. Die PBS beriet im letzten Jahr etwa 1 000 Studenten, darunter viele Erstsemester. Die Gründe für Stress sind vielfältig. „Viele kamen ganz gut durch die Schule und fühlen sich den Herausforderungen während des Studiums mit einem Mal nicht mehr gewachsen“, sagt Köster. Mit der Einführung der Bachelor-Studiengänge sei der Druck auf die Studenten stark angestiegen. DT/dpa

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