Aus den Zeitschriften: Medien hofieren Nordkorea

Aus den zeitschriften

Warum die Medien während der Olympischen Winterspiele Nordkorea hofierten, dafür nennt Ben Shapiro im US-amerikanischen Politikmagazin National Review zwei Gründe: „Hass gegenüber Trump und eine Vorliebe für linke Diktaturen ist eine toxische Kombination.“ Seit dem Einzug von Trump ins Weiße Haus hörten wir von den Medien, dass wir uns an diese Regierung nicht gewöhnen dürften. „Doch jetzt finden sie ein Regime mit einer der schlimmsten Menschenrechtsbilanzen der Welt normal – ein Regime, das den Amerikaner Otto Warmbier ermordete, ein modernes Gulagsystem für Dissidenten schuf und Hunderttausende seiner eigenen Bürger verhungern ließ.“ Nordkorea wird als Gründungsmitglied der internationalen Anti-Trump-#Resistance-Kampagne gefeiert. Und so wurde Pence für seine Entscheidung, Warmbiers Eltern zur Olympiade einzuladen, in der Presse förmlich zerrissen und für seine Weigerung, sich für die vereinte koreanische Flagge zu erheben, an den Pranger gestellt. „Dieselben Leute, die Colin Kaepernick für seinen Kniefall bei der amerikanischen Nationalhymne lobten, wetterten gegen Pence, weil er sitzen geblieben war, um eine Ehrung des nordkoreanischen Regimes zu vermeiden.“ Darüber hinaus gebe es, so Shapiro, bei den Medien eine jahrhundertealte Tradition, „vor linken Diktatoren zu katzbuckeln“. Er erinnert unter anderem an Edgar Snows Bestseller „Roter Stern über China“, der Mao verherrlichte.

Behinderungen für französische Privatschulen

Die Feindseligkeit der Behörden des nationalen Bildungsministeriums gegenüber den französischen außervertraglichen („hors contrat“) Privatschulen stehe „im totalen Widerspruch zu den öffentlichen Erklärungen des Ministers“. In einem Artikel für den Figaro zeigt sich Anne Coffinier alarmiert über eine vorgesehene Gesetzesnovellierung der Regierung Macron. Der zufolge sollen Privatschulen, die keinen Vertrag mit dem Staat haben, zusätzliche behördliche Beschränkungen auferlegt werden, wie etwa eine jährliche staatliche Kontrolle sowie eine erhebliche Erschwerung bei der Eröffnung dieser Schulen, die vom Staat ohnehin keinerlei finanzielle Förderung erhalten. Darüber hinaus soll der Schulbetreiber demnächst „drei Monate im Voraus eine Liste mit den Lehrern, dem pädagogischen Konzept, den Lehrplänen sowie den Stundenplänen aufgegliedert nach Schulfächern und der Finanzierung einreichen“. Coffinier erinnert an den wertvollen Beitrag, den die unabhängigen Schulen zum französischen Bildungssystem leisten. Sie „erproben neue Methoden, vor allem zum Nutzen der staatlichen Schulen, um die sich das nationale Bildungssystem nur mangelhaft kümmert – wie etwa bei den hochbegabten oder den Kindern mit Rechtschreibschwäche.“ Diese schulischen Einrichtungen seien meistens nicht konfessionell gebunden, ihr besonderes Kennzeichen ist etwa die Montessori-Pädagogik, ein bilingualer Unterricht oder auch das internationale Abitur. „In einer Zeit, in der die Qualität des Bildungswesens die Speerspitze der Wirtschaft ist, darf der Bildungsminister nicht zulassen, dass die Verwaltung die Freiheit der Zivilgesellschaft unterdrückt“, schließt Coffinier ihren Weckruf.

Verheiratete sind glücklicher

In einem Artikel für das Wall Street Journal diskutiert Susan Pinker die Ergebnisse einer Studie, die kürzlich in dem Fachmagazin Journal of Happiness Studies vorgestellt wurden. „Zu heiraten“, so Pinker, „ist einer der besten Wege, das langfristige Glück eines Paares zu festigen.“ Die Forscher der Untersuchung zeigten, dass der Glückseffekt einer Ehe nicht nur von kurzer Dauer ist, sondern – über die gesamte Lebenszeit gemessen – nachhaltig anhält. Interessanterweise verläuft die Zufriedenheit über den Zeitraum dabei wie eine U-Kurve. Zu Beginn, wenn die jungen Leute heiraten, sind sie sehr glücklich. Und sie sind wieder sehr glücklich, wenn sie älter sind. Mittendrin fällt die Kurve ab, weil das Leben aufgrund der beruflichen Belastung und der Kindererziehung anstrengend ist. Gegenüber Singles und unverheirateten Paaren lag die Zufriedenheit bei Verheirateten signifikant höher. „Dieses Maß an Verpflichtung, die durch ein Ritual und durch ein Rechtsdokument offiziell gemacht wird, könnte einer der Gründe dafür sein, warum die Vorteile der Ehe diejenigen des bloßen Zusammenlebens übertrumpfen“, erklärte einer der Autoren der Studie.

Gendermanipulation bei Star Wars

Das Abdriften der jüngsten filmischen Episoden der Star Wars-Saga „Die letzten Jedi“ „in ein Vehikel für die gerade im Trend liegende Ideologie“ beklagt Robert Barron, Weihbischof der Erzdiözese von Los Angeles, im Catholic Herald. „Was als spannende Erforschung der philosophia perennis (der ewigen Philosophie) begann“, werde nun „von einer aggressiven feministischen Ideologie verschüttet“. Jede männliche Figur in Die letzten Jedi sei „entweder unbeholfen, inkompetent, arrogant oder moralisch verdorben – jede weibliche Figur ist klug, gut, umsichtig und mutig“. Und so „korrigieren, degradieren, kontrollieren“ die Frauen die männlichen Personen, „die straucheln, wenn sie keine weibliche Anleitung bekommen“. Barron verstehe, dass Frauen das Bedürfnis zur Durchsetzung spürten. Dennoch sei es einfach nur enttäuschend, dass eine Filmserie, die bleibendere Wahrheiten behandelte, nun einfach „gekapert wurde“. Katrin Krips-Schmidt

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