Anne Frank Fonds: Schwere Vorwürfe gegen das ZDF

Anfang der Woche gab das ZDF bekannt, einen Zweiteiler über das Leben von Anne Frank zu planen (DT vom 15. Februar), der von Oliver Berben produziert werden soll. Daraufhin erklärte der „Anne Frank Fonds Basel“, der 1963 gegründet wurde und die Rechte an dem Tagebuch der Anne Frank besitzt, das ZDF verfüge über keine Verfilmungsrechte am berühmten Tagebuch. Diese Rechte seien exklusiv an die AVE Gesellschaft für Fernsehproduktion mbH, ein Unternehmen der Verlagsgruppe von Holtzbrinck und Zeitsprung Pictures GmbH, vergeben worden. „Im Frühjahr 2012 kündigte der Anne Frank Fonds Basel in der Presse und bei Sendern die erste deutsche Verfilmung der Geschichte der Familie und Anne Frank, basierend auf Originaltexten der Tagebücher, neu publiziertem Archivmaterial und anderen Dokumenten an.“ Bei dem Film, der 2015 im Kino zu sehen sein soll, führe Hans Steinbichler Regie nach einem Drehbuch von Fred Breinersdorfer. Das ZDF habe gegenüber dem Anne Frank Fonds eine Beteiligung abgelehnt. Dass das ZDF nach jahrzehntelangem Desinteresse nun eine Verfilmung gegen den Willen der Rechteinhaber anstrebe, „stellt ein respektloses Verhalten gegenüber einer im Holocaust weitgehend vernichteten Familie dar“. J.G.

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