Christdemokraten

Eine politische Castingshow stellt keine Lösung dar

Die Suche nach einem neuen Vorsitzenden kritisiert die Kolumnistin Birgt Kelle. Weder Feminismus noch weiße Männer sind die Lösung. 
Die Suche nach dem Vorsitzenden
Foto: Kay Nietfeld (dpa) | Birgit Kelle erklärt, warum sie die politische Castinshow der CDU kritisch sieht. Im Bild: Armin Laschet stellt den Ablauf der Mitgliederbefragung vor.

Mit der Nabelschau der CDU setzt sich Birgit Kelle in der kommenden Ausgabe ihrer Kolumne „Ungeschminkt“ auseinander. Unter Anspielung auf diverse Castingshows im Fernsehen sucht die CDU nach Ansicht der Erfolgsautorin nach einen Supervorsitzenden. Dies sieht Kelle insbesondere deshalb kritisch, da die neue Oppositionspartei CDU eigentlich nur noch um sich selber kreist, statt der heraufziehenden Ampel eine echte Alternative entgegenzusetzen. Kelle führt diese Entwicklung nicht zuletzt auf die inhaltliche Entkernung der CDU unter der scheidenden Kanzlerin Angela Merkel zurück.

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Der Versuch der Kanzlerin, ihre Nachfolge selbst zu regeln, so die Bestsellerautorin, habe der Sache den Rest verpasst. Die CDU habe nie eine Opposition gebraucht, betont Kelle, um im Wahlkampf 2021 erledigt zu werden. Kritik übt Kelle auch an der jetzt laufenden Mitgliederbefragung und verweist aus diesem Grund auf das Ergebnis der in gleicher Weise erfolgten Kür der Vorsitzenden der SPD. Diese habe zu einem Tiefpunkt in der deutschen Parteiengeschichte geführt, stellt Kelle fest.

Letztendlich, so moniert die Kolumnistin, komme es weniger auf das Personalkarussell an als auf Inhalte. Diese vermisst die Autorin bei der CDU nach wie vor. Weder einen Mann noch eine Frau noch jemand diverses sieht Birgit Kelle als die Lösung für die CDU an, solange es keine Inhalte gebe. DT/pwi

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Kolumne „Ungeschminkt“, warum Birgit Kelle die gegenwärtige Kür einen CDU- Vorsitzenden kritisch sieht.  

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