Würzburg

Die andere Seite der LGBTIQ-Medaille

Es gibt homosexuell empfindende Katholiken, die sich nicht mit der LGBTIQ-Szene identifizieren. Von der Kirche fühlen sie sich links liegen gelassen.
Während der Pride-Parade in Rom
Foto: Gennaro Leonardi via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | Gesellschaftlich und medial herrscht das Bild des "glücklichen Homosexuellen" vor. Doch ist mit einem "Coming-out" automatisch alles gut und geglättet? Die Protagonisten der Reportage bezweifeln es.

Das „Thema der Woche“ der kommenden Ausgabe der Tagespost stellt Katholiken vor, die ihre gleichgeschlechtliche Anziehung als konflikthaft empfinden oder beschlossen haben, dem Gebot der Kirche zu folgen und ein sexfreies Leben zu führen. Sie fühlen sich von der Kirche nicht gehört und gesehen.

Identität um Labels wie "homosexuell" zu bauen, wird als einengend empfunden

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Roxane, eine der vorgestellten Personen der Reportage, hat die Erfahrung gemacht, dass die offiziellen Angebote der Kirche nicht ergebnisoffen sind, sondern eher Outing und das Ausleben der Homosexualität fördern. Davon fühlen sie, und auch der zweite Protagonist Lorenz, sich nicht angesprochen. Was beiden vielmehr geholfen hat ist, dass der Mensch ein Werdender ist und sich ständig in einem Entwicklungsprozess befindet. Sie identifizieren sich nicht als "Schwuler" oder "Lesbe", da sie das als viel zu einengend empfinden. Dass auch Sexualität nichts Festgefahrenes, sondern eher fluide ist, entspricht den Erkenntnissen von Sexualforschern sowie Statistiken.

Von der Kirche nicht ernst genommen

Im anschließenden Interview erzählt der Berater und Studienprogrammleiter Markus Hoffmann von seinen Erfahrungen in der Praxis. Er berät seit 30 Jahren Menschen mit konflikthafter Sexualität und setzt sich dafür ein, dass homosexuell empfindende Personen, die enthaltsam leben möchten,  von der Kirche ernst genommen werden. DT/esu

Lesen Sie die Reportage über Roxane und Lorenz - zwei Katholiken, die einen anderen Umgang der Kirche mit Homosexualität fordern - und das Interview mit dem Experten Markus Hoffmann in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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