Bitkom kritisiert Digitalisierung

Der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche (Bitkom) hält der Bundesregierung Versäumnisse bei der Digitalisierung vor. Die riesigen Chancen der Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung, von Schulen und Hochschulen, von Gesundheitswesen, Mobilität und Energieversorgung würden zu wenig genutzt, erklärte Bitkom-Präsident Achim Berg in Berlin in einer Halbzeitbilanz der Bundesregierung. „Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag ambitionierte Ziele in der Digitalpolitik gesetzt. Davon wurden in der ersten Hälfte der Legislatur nur wenige realisiert“, kritisierte Berg. Jetzt müsse die Devise gelten: „Machen, und das schnell.“ Der Digitalpakt Schule habe nach langem Ringen mit den Ländern auf den Weg gebracht werden können, „Frequenzen für 5G-Netze wurden versteigert, für die Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz wurde eine Strategie verabschiedet, und die Einwanderung von Fachkräften wird leichter – einerseits.“ Andererseits sei von diesen Vorhaben in der Praxis noch wenig zu spüren. „Die Schulen warten weiterhin auf das Geld aus dem fünf Milliarden Euro schweren Digitalpakt, und von den 100 angekündigten KI-Lehrstühlen wurden bislang erst wenige besetzt“, kritisierte der Bitkom-Präsident. DT/KNA

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