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Als der Iran noch eine Großmacht war

Iranausstellung in Berlin. Orientalische „Kunst und Kultur aus fünf Jahrtausenden“ sind jetzt auf der Berliner Museumsinsel zu sehen.
Sonderausstellung in der James-Simon-Galerie
Foto: Paul Zinken (dpa) | Verschiedene Gefäße und Schalen in der Sonderausstellung "Iran. Kunst und Kultur aus fünf Jahrtausenden" in der James-Simon-Galerie.

Die James-Simon-Galerie auf der Berliner Museumsinsel zeigt die umfangreiche Ausstellung „Iran. Kunst und Kultur aus fünf Jahrtausenden“. Damit wird das Land erstmals in einer großen Schau mit 360 Objekten in Berlin präsentiert. Die meisten Exponate stammen aus der Sarikhani-Sammlung in London. Die Familie floh 1979 mit zwei Koffern aus dem Iran nach London, eröffnete ein Geschäft mit Kunstobjekten, das sie von anderen geflohenen Familien kaufte. An den Kunstwerken wird die Internationalität deutlich, die eine Brücke bildet zwischen Afrika, Asien und Europa.

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Eine alte Hochkultur

Bereits 4000 vor Christus gab es im Iran Städte und Stadtstaaten. Städte mit ausgebauten Wassersystemen und ein weitreichendes Handelsnetz, das um 2400 vor Christus die beiden großen Nachbarn des Iran in Mesopotamien und am Indus zu Land und Wasser verband, deckte die Nachfrage. Landkarten und Schrifttafeln halfen den Reisenden durch die verschiedenen Reiche in Iran. An der Spitze des Reichs von Thessalien bis zum Industal, von Nordostafrika bis in die eurasischen Steppen, stand „Der König der Könige, der König der Länder und Völker“. Es entwickelte sich ein Hofzeremoniell, das über die Perser bis Byzanz verfeinert werden sollte. Die Ausstellung ist ein Muss für die Liebhaber von on orientalischen Werken wie Seidentextilien, Teppichen, Malerei und Keramik. DT/ari

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost einen Bericht über die Iran- Ausstellung in Berlin.

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