Geseke

Viele gute Ideen für den synodalen Weg

Die Liturgie der Kirche, besonders die Heilige Messe können nicht hoch genug geschätzt werden. Von Peter Winnemöller

Die Liturgie der Kirche
Die Liturgie der Kirche, besonders die Heilige Messe können nicht hoch genug geschätzt werden. Foto: dpa

In der vergangenen Woche äußerten in der "Tagespost" acht Prominente ihre Wünsche an die Bischöfe. Seit einigen Tagen werden von der "Tagespost"-Redaktion besonders gute und gut formulierte Wünsche aus der Reihe als Memes (Bilder mit kurzem Text) in den Sozialen Medien geteilt.

Moment des Nachdenkens

Jeder einzelne Hinweis, Rat oder Wunsch lohnt einen Moment des Nachdenkens. Manche dieser Wünsche geben wertvolle Hinweise, wie der Weg aus der Krise gegangen werden könnte. Andere sind eher persönlich gehalten und dadurch fast schon kleine Diamanten. Jeder Leser der Tagespost hat solche mehr oder weniger großen Wünsche an die Bischöfe. Ideen, wie man Auswege aus der Glaubenskrise der Kirche finden könnte, gäbe es ganz sicher zahlreiche. Wünsche, wie eine Ausbreitung und Vertiefung des Glaubens erreicht werden kann, sind dem Glauben gemäß. Der Missionsauftrag Christi gilt noch immer.

Mein eigener Wunsch wäre eine stärkere Förderung der Eucharistie. Die Liturgie der Kirche, besonders die Heilige Messe können nicht hoch genug geschätzt werden. Sie würdig und ohne sinnfreie Experimente in der ganzen Kirche zu feiern birgt einen ungeheuren Schatz der Gnaden. Liturgische Bildung für Priester und Laien muss dieses Ziel haben. Die Eucharistische Anbetung stärkt und kräftigt die Liebe zu Christus und seiner Kirche. Wenn es eine Erneuerung der Kirche gibt, wird sie aus der Eucharistie heraus erfolgen.

Sentire cum ecclesia

Die Anzahl der Wünsche dürfte in etwa so groß sein, die wie die Zahl der Wünschenden. Eines könnte Maßstab sein, welche Wünsche Aussicht auf Erfolg haben sollten. Wünsche, die ein Sentire cum ecclesia zeigen, sind Wünsche, deren Verfolgung Früchte für den Glauben bringen können. Diese Wünsche sind anders als die Wünsche einer fünfzig Jahre alten Reformagenda, die gerade wieder Morgenluft wittert und dabei doch nur die Kirche zu ersticken droht.

Man muss kein Prophet sein, um vorher zu sagen, dass keiner oben genannten Prominenten seine Ideen, Wünsche und Vorstellungen in den geplanten synodalen Weg der Bischöfe wird einbringen dürfen. Das wider alle Erfahrung zu hoffen, wäre ein allzu frommer Wunsch.

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DT (jobo)

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