Herbst-Vollversammlung

Bätzing betont Wunsch nach Einmütigkeit unter Bischöfen

Zu Beginn der Vollversammlung der deutschen Bischöfe kommentiert der DBK-Vorsitzende die „erheblichen“ Differenzen. Es werde versucht, damit Politik zu machen, so Bätzing.
Georg Bätzing und Matthias Kopp bei der Pressestatement
Foto: IMAGO/Peter Back (www.imago-images.de) | Georg Bätzing und Matthias Kopp bei der Pressestatement zur Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz.

Während der Auftakt-Pressekonferenz zur Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) hat ihr Vorsitzender, der Limburger Bischof Georg Bätzing, den Wunsch nach Einheit unter den Bischöfen bekräftigt. „Die Einmütigkeit der Bischofskonferenz ist seit langem ein Wunsch, den wir tragen, um den wir uns auch bemühen“, so Bätzing. Die Positionen über die Natur und Art der Reformen seien aber „wirklich different“. Dieses Phänomen sei keine neue Entwicklung sondern „seit langem so“.

"Differenzen gehen schon viel weiter zurück"

Bätzing betonte: „Diese Differenzen gehen schon viel weiter zurück.“ Die „Unversöhnbarkeit der Positionen“, wie es der Passauer Bischof Stefan Oster jüngst ausdrückte, liege nach Ansicht Bätzings in der jeweils eigenen Verantwortung. „Jeder muss sich am eigenen Schopf greifen und sagen: Wo kann ich denn auf andere zugehen? Und immer nur ‚Nein‘ stimmen ist sicher nicht der richtige Weg.“

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Man trage die gespaltene Situation unter den 69 Bischöfen „wie sie ist“ nach Rom, so der DBK-Vorsitzende weiter. Er spüre, dass „mit den unterschiedlichen Gruppierungen und möglicherweise Parteiungen versucht wird, Politik zu machen“. Da aber die „sehr deutliche“ Mehrheit ausdrücklich mit den Reformen nicht vor der Lehre „Halt machen“ wolle, müsse man diese Politisierung „ausräumen“, so Bätzing. DT/jmo

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