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„An der Einheit mitwirken“

Der Benediktiner Dominicus Meier wird neuer Bischof von Osnabrück: So tickt der neue Oberhirte.
Dominicus Meier OSB
Foto: KNA-Bild (KNA) | Dominicus Meier OSB wird neuer Bischof von Osnabrück

Mit einem freundlichen Empfang haben die Osnabrücker Gläubigen ihren neuen Bischof Dominicus Meier OSB am Dienstag im Dom begrüßt. In seiner ersten Ansprache unterstrich er die Bedeutung der Benediktsregel für sein bischöfliches Wirken. Er wolle an der Einheit der Kirche mitwirken und verwies auf seinen Wahlspruch „Wir werden durch Christus zusammengeführt“.

Der neue Bischof Dominicus Meier OSB ist der erste Benediktiner auf dem Osnabrücker Bischofsstuhl. Er wurde am 10. Juli 1959 im Sauerland, in Finnentrop-Heggen geboren. Sein Taufname lautet Michael Meier. Bischof Dominicus wuchs in Grevenbrück auf. Nach einer Ausbildung als Justizangestellter beim Amtsgericht Lennestadt ging er nach Bad Driburg auf das Klemens-Hofbauer-Kolleg. Nach dem Abitur trat er in die Benediktiner-Abtei Königsmünster in Meschede ein. Dort erhielt er den Ordensnamen Dominicus. Es folgte ein Studium der Theologie und Philosophie in Würzburg und Münster. Zum Priester geweiht wurde er 14. Januar 1989 durch Reinhard Lettmann, in der Abtei Königsmünster. An die Priesterweihe schloss er ein Promotionsstudium in Salzburg an, wo er 1991 zum Doktor der Theologie promovierte. Es folgte eine Tätigkeiten als Diözesanrichter am Erzbischöflichen Diözesangericht Salzburg, Ehebandverteidiger am Erzbischöflichen Diözesangericht Paderborn und ab 1994 war er Kirchenanwalt (Promotor iustitiae).

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In Münster absolvierte der Benediktinermönch von 1995 bis 1997 ein Aufbaustudium Kanonisches Recht welches er mit dem Lizenziat abschloss. 1999 habilitierte sich Pater Dominikus im Fach Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Im folgenden Jahr berief ihn die Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar als ordentlichen Professor auf den Lehrstuhl für Kirchenrecht. Kurze Zeit später wählten ihn die Benediktiner der Abtei Königsmünster zum dritten Abt ihrer Abtei. Er folgte dem langjährigen Abt Stephan Schröer, der am 25. Jahrestag seiner Wahl resigniert hatte. Abt Dominicus übte sein Amt zwölf Jahre aus. Im Jahr 2013 berief ihn der damalige Erzbischof von Paderborn, Hans-Josef Becker zum Erzbischöflichen Offizial in Paderborn.

Nie um einen guten Witz verlegen

Papst Franziskus ernannte Altabt Dominicus am 15. Juli 2015 zum Titularbischof von Castro di Sardegna und zum Weihbischof in Paderborn. Seine Bischofsweihe erfolgte am 27. September 2015 durch Erzbischof Hans-Josef Becker. Weihbischof Dominicus ist unter anderem Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Gläubigen der mit Rom verbundenen Ostkirchen. Seit 2021 ist Weihbischof Dominicus für fünf Jahre Richter am Obersten Gericht der Apostolischen Signatur im Rom.

Mit Bischof Dominicus wird nach Franz-Josef Bode erneut ein Paderborner Weihbischof das Amt des Bischofs von Osnabrück übernehmen. Der neue Osnabrücker Bischof ist bekannt für seinen freundlichen Umgang den Menschen und nicht zuletzt für seinen großartigen Humor. Um einen guten Witz ist Bischof Dominicus nie verlegen: Seinen künftigen Diözesanen empfahl er, Beschwerden an das Domkapitel zu richten, denn „diese Herren haben mich gewählt“. Das Datum der Amtseinführung des designierten Bischofs stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

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