Personalien

Monsignore Dario Edoardo Vigano, Präfekt des vatikanischen Sekretariats für Kommunikation, ist am Mittwoch nach den Auseinandersetzungen um seine Manipulation eines Briefs von Papst Benedikt XVI. zurückgetreten. In einem Schreiben an Papst Franziskus erklärte der italienische Priester und Kommunikationswissenschaftler, nach den „Polemiken“ der letzten Tage einen Schritt zurück machen zu wollen. Papst Franziskus befürwortete in einem Antwortschreiben diese Absicht Viganos und dankte ihm für die geleistete Arbeit beim Aufbau des neuen Mediensekretariats. Vatikansprecher Greg Burke teilte den Rücktritt seines Vorgesetzten in einer kurzen Erklärung mit und veröffentlichte sowohl des Brief Viganos als auch das Antwortschreiben des Papstes.

Keith O'Brien, früherer katholischer Erzbischof von Edinburgh in Schottland und früherer Kardinal, ist am Montag im Alter von 80 Jahren gestorben. Das teilte sein Nachfolger, Erzbischof Leo Cushley, auf Twitter mit. O'Brien hatte mit Erreichen der Altersgrenze für Bischöfe im Februar 2013 sein Amt als Erzbischof von Saint Andrews und Edinburgh abgegeben. Die Emeritierung war überschattet von Vorwürfen sexueller Belästigung von Priesteramtskandidaten. Der Kardinal räumte moralische Verfehlungen in seiner Zeit als Seminarleiter in den 80er Jahren ein. Nach den Anschuldigungen verzichtete O'Brien auf seine Teilnahme an der Papstwahl im März 2013. 2014 reichte Cushley im Vatikan Anzeige gegen O'Brien wegen sexueller Übergriffe ein. 2015 verlor O'Brien seine Rechte und Privilegien als Kardinal.

Der Kölner Generalvikar Dominik Meiering (48) gibt sein Amt auf. Kardinal Rainer Maria Woelki entpflichtet den Verwaltungschef der Erzdiözese zum 30. April, wie das Erzbistum Köln am Montag mitteilte. Der Geistliche werde ab dem Spätsommer auf Wunsch von Kardinal Rainer Maria Woelki die Leitung von drei der insgesamt sechs Kölner Innenstadt-Pfarreien übernehmen. Woelki dankte Meiering für die dreijährige Zusammenarbeit als Generalvikar. Zugleich bekundete der Erzbischof Dankbarkeit für Meierings Bereitschaft, die „herausfordernde Aufgabe“ in den City-Pfarreien zu übernehmen. Meiering ist seit dem 22. Februar 2015 Verwaltungschef der Kölner Erzdiözese. Zuvor hatte der promovierte Kunsthistoriker das jugendpastorale Zentrum „Crux“ in der Kölner Südstadt aufgebaut. Er hatte die Aufgabe des Generalvikars wenige Monate nach dem Amtsantritt von Woelki als Erzbischof in Köln von Stefan Heße übernommen, der Erzbischof in Hamburg wurde. Meiering kam als Quereineinsteiger in die Bistumsverwaltung mit gut 500 Mitarbeitern. Seine mangelnde Erfahrung in Führungspositionen sowie eine „Entfremdung“ zwischen Kardinal Woelki und seinem Generalvikar spielten Beobachtern zufolge eine Rolle für die Versetzung. Die Ausgestaltung des sogenannten pastoralen Zukunftsweges hat zuletzt im Erzbistums Köln für Unmut gesorgt. Die sechs katholischen Seelsorgebereiche in der Innenstadt mit 38 500 Katholiken sollen einen „Sendungsraum Köln-Mitte“ bilden.

Andreas Sturm (43), ehemaliger Jugendseelsorger und bislang Dekan in der Saarpfalz, wird neuer Generalvikar des Bistums Speyer. Bischof Karl-Heinz Wiesemann berief den 43-Jährigen am Dienstag als Nachfolger von Franz Jung, der Bischof von Würzburg wird. Sturm stammt aus Gerolsheim bei Frankenthal. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 2002 arbeitete er in der Seelsorge. Seit 2016 war er Dekan des Dekanats Saarpfalz. Das Amt des Generalvikars tritt Sturm am 10. Juni, dem Tag von Jungs Bischofsweihe an.

Pater Valentin Gögele LC ist am Montag vom Generaldirektor der Legionäre Christi und des Regnum Christi zum neuen Ordensprovinzial der Kongregation und der Apostolatsbewegung in West- und Mitteleuropa ernannt worden.

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