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Missbrauchskrise: Der Brief des Papstes

Papst Franziskus fordert zur Bewältigung der Missbrauchskrise von den amerikanischen Bischöfen persönliche Bekehrung.
Franziskus fordert zur Bewältigung der Missbrauchskrise Bekehrung
Foto: Andrew Medichini (AP) | Franziskus fordert zur Bewältigung der Missbrauchskrise Bekehrung.

Für Papst Franziskus hat das neue Jahr mit einem zehnseitigen Brief begonnen, den er mit dem Datum vom 1. Januar den Bischöfen in den Vereinigten Staaten geschrieben hat, die sich angesichts der Missbrauchskrise der Kirche in den Vereinigten Staaten vom 2. bis 8. Januar zu einer Einkehrwoche im Priesterseminar von Chicago zusammengefunden hatten.

Zweihundert Bischöfe meditierten und beteten

Nicht alle waren gekommen. Aber zweihundert Bischöfe meditierten, beteten und hörten täglich zwei Vorträge von Pater Raniero Cantalamessa, dem Prediger des Päpstlichen Hauses, der zu diesem Anlass in die Vereinigten Staaten geflogen war.

Franziskus setzt auf spirituelle Erneuerung

Die Bischöfe berieten keine „Maßnahmen“ und Franziskus legte in seinem Schreiben auch keinen „Aktionsplan“ vor, sondern setzt ganz auf eine spirituelle Erneuerung: Zwar könne man Strategien entwickeln, heißt es in dem Brief, man könne die Strukturen und die Systeme ändern, aber ohne eine persönliche Bekehrung der Männer der Kirche, die auch die Weise betreffe, wie man mit Macht und Geld umgeht, wie man Autorität ausübt und Beziehungen lebt, lasse sich eine Plage wie die des Missbrauchs nur schwer bezwingen.

Die Kirche "ist keine Firma und keine Marketingagentur"

Denn die Kirche „ist keine Firma und keine Marketingagentur, und ein Drama von der Art, dass es für immer das Leben eines Menschen kompromittiert, löst man nicht mit voluntaristischen Dekreten oder indem man einfach neue Kommissionen einsetzt oder Arbeitsabläufe verbessert, so als seien wir die Chefs einer Agentur für menschliche Ressourcen“.

DT/reg (jobo)

 

Was weiterhin in dem Brief steht und was sein Inhalt für den Missbrauchsgipfel in Rom Ende Februar bedeutet, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der "Tagespost" vom 10. Januar 2019.

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