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Humanae vitae nicht ignorieren

Der Bischof von Acalá de Henares spricht sich dafür aus, dass man auf die Stimme Pauls VI. Hören und seine Enzyklika „Humanae vitae“ nicht ignorieren solle.
Seligsprechung von Paul VI.
Foto: Cristian Gennari (KNA) | Gläubige halten ein Plakat in die Höhe mit der Aufschrift "Humanae Vitae" (Enzyklika von Papst Paul VI.) auf dem Petersplatz im Vatikan bei der Seligsprechung von Paul VI. am 19. Oktober 2014.

Bischof Juan Antonio Reig Plà von Alcalá de Henares hält es für einen großen Fehler, sich nicht mit der Enzyklika „Humanae vitae“ des seligen Pauls VI. zu befassen – insbesondere angesichts des „demografischen Winters“ in Europa. Diese Ansicht vertritt der Bischof aus Zentralspanien im Gespräch mit der „Tagespost“. Die Schwierigkeit, über die Enzyklika zu sprechen, sei nicht neu. Seit deren Verkündigung im Jahr 1968 habe es offenen Dissens in der Kirche gegeben. Die Menschen müssten die Lehre von „Humanae vitae“ jedoch wirklich kennenlernen. „Wenn sie die Möglichkeiten beachten, die die Kirche ihnen darin an die Hand gibt, dann wachsen nicht nur der Friede und die Liebe unter den Ehepartnern, dann erleben sie nicht nur die Größe des Ehelebens“, meint Bischof Plà. Nicht auf die Stimme von Papst Paul VI. zu hören sei ein „Fehler für die Politik, für die Gesellschaft und insgesamt für unsere Zivilisation“.

Angesprochen auf die Behauptung der Publizistin Gabriele Kuby, dass die sexuelle Revolution ihre „Kinder fresse“, reagiert der Bischof mit Zustimmung. „Wir befinden uns auf einer absteigenden Ebene in Richtung einer Sozialordnung, die zum Totalitarismus führt.“ Es handele sich um einen verfehlten Freiheitsbegriff, der den Willen über die Kriterien des Leibes und über die objektiven Prinzipien der Moral erhebe.

DT

Das ausführliche Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 15. Februar.

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Bischof Enzyklika Humanae Vitae Gabriele Kuby Papst Paul VI.

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