Wowereit für großen Papstgottesdienst

Berlin (DT/KNA) Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat sich für einen „großen Gottesdienst“ beim Papstbesuch in der Bundeshauptstadt ausgesprochen. Er sei sich sicher, dass eine solche Feier von vielen Menschen besucht würde, sagte Wowereit am Freitag vor Journalisten in Berlin. Das Erzbistum solle so „mutig und selbstbewusst“ sein, dafür einzutreten. Wowereit unterstrich, die Visite biete auch Gelegenheit, über „antiquierte Haltungen“ der katholischen Kirche zu diskutieren. Auch der Berliner Kardinal Georg Sterzinsky dringt auf eine Begegnung von Benedikt XVI. mit Katholiken aus dem Erzbistum. Der Vorschlag, auf einen öffentlichen Papstgottesdienst zu verzichten, komme nicht aus dem Erzbistum, sondern von außerhalb, sagte er am Mittwoch bei einem Neujahrsempfang des Erzbistums. Er erklärte, bei dem offiziellen Deutschlandbesuch des Papstes werde in der Bundeshauptstadt die Begegnung mit Vertretern von Politik und Gesellschaft im Vordergrund stehen und wenig Zeit für die Ortskirche bleiben. Sterzinsky wandte sich gegen Spekulationen, das Erzbistum befürchte einen „Flop“, weil zu öffentlichen Veranstaltungen von Benedikt XVI. in Berlin zu wenige Menschen kommen könnten und diese von Kirchengegner gestört werden könnten. Zugleich bestätigte er, das Erzbistum werte die Erfahrungen beim Besuch von Johannes Paul II. 1996 aus.

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