Woelki: Taize-Treffen ist Absage an Extremismus

Berlin (DT/KNA) Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki sieht im 34. Europäischen Taize-Jugendtreffen in der Hauptstadt eine „klare Absage“ an den Rechtsextremismus. „Deutschtümelndes und andere nationalistisches Gedankengut passen nicht zu einem europäischen Jugendtreffen“, sagte Woelki am Donnerstag vor Journalisten in Berlin. Das von Gebet und Gesang geprägte Treffen sei auch ein Bekenntnis zu Europa, „das größer als die Eurokrise ist“. Die ökumenische Gemeinschaft von Taize (Frankreich) erwartet um den Jahreswechsel rund 30 000 Jugendliche in Berlin. Woelki rief zusammen mit der evangelischen Pröpstin Friederike von Kirchbach und Berlins Kulturstaatssekretär Andre Schmitz (SPD) die Berliner und Brandenburger auf, den Jugendlichen Übernachtungsplätze zur Verfügung zu stellen. Die Taize-Gemeinschaft sucht noch rund 13 000 Plätze, erforderlich seien nur rund zwei Quadratmeter für Schlafsack und Isomatte. Zugleich zeigten sich die Organisatoren zuversichtlich, dass die Teilnehmer in der Regel wie bei den vorausgegangenen Jugendtreffen bei privaten Gastgebern unterkommen. Das Jugendtreffen findet vom 28. Dezember 2011 bis 1. Januar 2012 unter anderem in Kirchengemeinden und den Messehallen statt. Zum Programm gehören auch Besuche in öffentlichen Einrichtungen. Auf dem Programm stehen unter anderem Treffen mit Abgeordneten im Bundestag sowie mit Vertretern des Islam in Berlins bekanntester Moschee am Columbiadamm und des Judentums im Jüdischen Museum. Solche Begegnungen sollen die Teilnehmer ermutigen, sich auch in ihrer Heimat für das Motto des Treffens „Wege des Vertrauens“ zu engagieren.

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