Würzburg

Synodaler Weg: Spaemann gegen "Ideologie der Vielfalt"

Der Synodale Weg wolle eine "Ideologie der Vielfalt" durchsetzen, meint der Psychiater Christian Spaemann. Von einer „Weiterentwicklung der katholischen Sexuallehre“ könne dadurch jedoch keine Rede sein.
"Ideologie der Vielfalt"
Foto: Daniel Maurer (dpa) | Die gesellschaftliche, bildungspolitische und weltanschauliche Gleichstellung diverser Lebensmodelle finde aber ihre Grundlage in einer neomarxistischen, libertären und neokonstruktivistischen Konzeption des ...

Ganz im Sinne der breit geforderten „Sexuellen Selbstbestimmung“ fordert auch das Arbeitspapier „Zur Weiterentwicklung der katholischen Soziallehre“ die kirchliche Anerkennung anderer Formen der Sexualität neben der Ehe. Der Psychiater Christian Spaemann wendet sich mit seinem Essay „Ideologie der Vielfalt“ in der Tagespost-Beilage „welt&kirche“ der Genese der Forderungen des Synodalforums zu.

Den Vorreitern des Synodalen Wegs ginge es um die sittliche Forderung den sexuellen Pluralismus in der Gesellschaft als normativ zu würdigen: „Angesagt ist also sexueller Pluralismus in der Kirche, nicht als Faktum, sondern normativ, als anerkannte Pluralität von Lebensformen.“

Auch die Kirche soll vor dem "Sexuellen Pluralismus" in die Knie gehen

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Das Recht auf Selbstbestimmung werde daher nicht nur defensiv ausgelegt, sondern offensiv. Die Durchsetzung des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung sei damit gleichbedeutend mit dem Anspruch auf Würde einer Person. Mit der Durchsetzung einer „Ideologie der Vielfalt“ werde demnach eine „Diversität“ von sexuellen Identitäten, Orientierungen und Lebensformen als gleichwertige Alternative zur natürlichen Ehe etabliert.

Die gesellschaftliche, bildungspolitische und weltanschauliche Gleichstellung diverser Lebensmodelle finde aber ihre Grundlage in einer neomarxistischen, libertären und neokonstruktivistischen Konzeption des Menschen, die dem christlichen Menschenbild, wie es der Lehre der Kirche zugrunde liegt, aber widerspreche.

Grundlage in Neomarxismus und Konstruktivismus

Bei genauem Hinsehen, könne man aber freilich erkennen, dass jede Form von Sexualität außerhalb der Ehe von Mann und Frau die Würde des Menschen verletze. Dabei beziehe die Ideologie der Vielfalt ihre Rechtfertigung „aus einem gnostisches Moment der Selbsterhebung über die leib-seelische Konstitution des Menschen und ihre Bedeutung für die geschlechtliche Begegnung.“ Von einer „Weiterentwicklung der katholischen Sexuallehre“ könne also keine Rede sein, so Spaemann.

DT/ska

Warum von einer "Weiterentwicklung der katholischen Sexuallehre" auf dem Synodalen Weg nicht die Rede sein kann : Lesen Sie Christian Spaemanns Beitrag über die "Ideologie der Vielfalt" in der Sonderbeilage „welt & kirche“ in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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