Selbstgemachte Weihnachtsgeschenke: Ideen und Anregungen

Weihnachten ist das Fest der Besinnung, des Beisammenseins und der Familie. Es ist für viele Menschen ein Anlass, zusammenzukommen und sich gegenseitig eine Freude zu machen, gutes Essen und gemeinsame Stunden zu teilen.
Selbstgemachte Seife
Foto: unsplash

Kreativ werden statt kaufen

Der jährliche Konsumwahnsinn hat leider wenig mit Nächstenliebe zu tun. Überflüssige Geschenke produzieren unnötig viel Müll und schaden dem Planeten. Noch dazu hat der Beschenkte möglicherweise noch ein schlechtes Gewissen, wenn er keine ausreichend große Freude zeigen kann. In den letzten Jahren kam als Gegenbewegung der Trend auf, Geschenke wieder selbst herzustellen. In einer Gesellschaft des Überflusses, in der viele Menschen bereits alles besitzen, ist das eine Möglichkeit, etwas Persönliches weiterzugeben. Noch dazu ist es so möglich, jegliche Inhaltsstoffe des fertigen Produktes zu kennen und darauf zu achten, nachhaltige und umweltschonende Ressourcen zu verwenden. 

Selbstgemachte Kosmetik

Kosmetik ist etwas, was jeder im Alltag gebrauchen kann. Leider sind in herkömmlichen Produkten häufig chemische Inhaltsstoffe und Mikroplastik enthalten. Werbung und Drogerien suggerieren uns, dass wir für jedes kosmetische Problem ein spezielles Produkt benötigen. So haben wir am Ende des Tages eine Vielzahl an Cremes, Salben, Haarkuren und Nagelpflegeprodukten im Schrank – und immer noch trockene Haut oder Pickel. Naturkosmetikprodukte sind eine gute Alternative, die sich noch dazu recht einfach selbst herstellen lassen. Häufig benötigt man dazu nicht einmal besonders spezielle Inhaltsstoffe. Eine selbstgemachte Bodylotion lässt sich aus Shea-Butter, Pflanzenölen und sanften Düften einfach zusammenmischen. Wer sich nicht sicher ist, ob der oder die Beschenkte regelmäßig Lotionen verwendet, findet hier eine Anleitung zum Herstellen von Seifen – ganz einfach zuhause. Bei der Auswahl und Kombination verschiedener Düfte sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, wodurch man ganz auf die Vorlieben der Lieben eingehen kann. 

Geschenke aus der Küche

Selbstgemachtes aus der Küche eignet sich besonders für jene Menschen, die sich eigentlich nichts wünschen. Die Beschenkten freuen sich stattdessen über eine kleine Aufmerksamkeit, die nachher nicht irgendwo im Weg herumsteht, sondern direkt vernascht werden kann. Klassiker sind selbstgemachte Pralinen oder verfeinerte Schokolade, die in besondere Formen gegossen wurde. Wer gesunde Inhaltsstoffe wie Datteln, Nüsse und rohen Kakao für die Zubereitung verwendet, kann noch dazu mit gutem Gewissen schlemmen. Hübsch verpackt und schön dekoriert wird in kürzester Zeit eine nette kleine Aufmerksamkeit daraus. Auch selbstgemachte Marmeladen und Konfitüren sind immer eine gute Idee: Zudem sind diese im Kühlschrank mehrere Monate haltbar. Mit weihnachtlichen Gewürzen wie Zimt erhalten die Leckereien einen festlichen Touch. Haben die Beschenkten weniger Freude an Süßigkeiten, schmecken auch herzhafte Brotaufstriche oder selbstgemachtes Pesto verschenken – wer kann da widerstehen?

Kerzen gießen

Kerzen gehören zur dunklen Jahreszeit einfach dazu. Wenn es kalt und ungemütlich ist, sorgen sie dafür, dass es drinnen schön behaglich wird. Viele Kerzen, die es im Handel gibt, sind ökologisch jedoch bedenklich. Zudem bleiben nach Abbrennen der Kerze oft noch große Wachsreste übrig, die in der Regel im Müll landen. Teilweise handelt es sich dabei um 20 Prozent der Kerze! Wie wäre es also, aus diesen Resten eine neue Kerze herzustellen? Das Wachs wird in einem Wasserbad erhitzt – zum Beispiel in einer alten Konservendose. Das hat den Vorteil, dass später keine Wachsreste aus Kochtöpfen gekratzt werden müssen. Kerzendochte gibt es in Bastelgeschäften meist für kleines Geld zu kaufen, können jedoch auch aus Baumwollfäden selbst gezwirbelt werden. Für die Form wird eine Klopapierrolle gebraucht und einen Eimer voll Sand, der dafür sorgt, dass die Rolle in Form bleibt. Die Klopapierrolle wird in den Sand gedrückt und der Kerzendocht mithilfe eines Zahnstochers so befestigt, dass er möglichst gerade nach unten fällt. Hier wird nun das heiße Wachs eingegossen. Sobald die Kerze ihre Form angenommen hat, jedoch noch nicht vollständig getrocknet ist, wird die Klopapierrolle entfernt. In der Regel ist das nach etwa zwei Stunden der Fall. 

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