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Hoping betont besondere Präsenz Christi in Eucharistie

Die Realpräsenz Christi in den eucharistischen Gaben von Brot und Wein sei einzigartig, so der Freiburger Liturgiewissenschaftler Helmut Hoping. Die Erfahrung der Gegenwart Christi gehöre konstitutiv zum Christsein.
Heilige Eucharistie
Foto: Pawel Horosiewicz/Adobe Stock | Während Christus im Wort der Verkündigung und den Sakramenten mit seiner Kraft gegenwärtig sei, so Hoping, schenke er sich ausschließlich in der Eucharistie auch mit seinem Leib und Blut

Der Freiburger Dogmatiker und Liturgiewissenschaftler Helmut Hoping hat die Bedeutung der Eucharistie für die Erfahrung der Gegenwart Christi betont. „Das Opfer der Eucharistie ist keine Wiederholung des blutigen Kreuzesopfers Christi, sondern die sakramentale Gegenwart seiner Lebenshingabe für uns“, schreibt Hoping in einem Beitrag für die Beilage „welt&kirche“ in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

"Undifferenzierte Allgegenwart" Christi in Wort und Sakrament

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Während Christus im Wort der Verkündigung und den Sakramenten mit seiner Kraft gegenwärtig sei, so der Dogmatiker, schenke er sich ausschließlich in der Eucharistie auch mit seinem Leib und Blut. Der Unterschied werde heute nicht selten in eine „undifferenzierte Allgegenwart“ Christi in Wort und Sakrament aufgelöst. Doch Hoping betont: „Die Realpräsenz Christi in den eucharistischen Gaben von Brot und Wein ist einzigartig.“

Weder bei den anderen sakramentalen Zeichen, wie dem Wasser der Taufe, oder dem Salböl, noch im Wort der Verkündigung sei die Realpräsenz gegeben. „Die besondere Präsenz Christi in der Eucharistie ist Teil der authentischen Glaubenslehre der katholischen Kirche und nicht nur eine theologische Lehrmeinung, die seit der Kirchenväterzeit und dem Mittelalter vertreten wird“, so Hoping. 

Die Erfahrung der Gegenwart Christi, in dessen Namen sich die Gläubigen versammelten, gehöre konstitutiv zum Christsein. Schon die Kirchenväter, betont Hoping, hätten die eucharistische Realpräsenz ausgehend von der Inkarnation des Gottessohnes her konzipiert. „Denn es ist der eine historische, auferstandene und erhöhte Herr, der sich im Geiste im liturgischen Gedenken selbst vergegenwärtigt.“  DT/mlu

Wie ist eine Gegenwart Christi in der Liturgie der Kirche überhaupt möglich, da doch das Heilsgeschehen in Jesus Christus ein Ereignis der Vergangenheit darstellt? Die Antwort erfahren Sie in der Beilage „welt&kirche“ in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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