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Bischöfe kritisieren bayerische Ausgangssperre an Heilig Abend zu Recht

Weihnachten ist ein Fest der Kirche. Ohne die Kirche gäbe es das Fest am Ende des Jahres gar nicht. Die Bischöfe kritisieren die bayerische Staatsregierung völlig zu Recht.
Krippe
Foto: P.Nowack / imago-images | Die bayrischen Bischöfe kritisieren die Ausgangssperre an Heilig Abend zu Recht. Im Bild: Krippendarstellung

Das war eine deutliche Stellungnahme der Kirche zur Ausgangssperre am Heiligen Abend in Bayern. Es ist ja keineswegs so, als wäre die Kirche bei den Coronamaßnahmen unkooperativ gewesen. Ganz im Gegenteil hatten sich die deutschen Bistümer geradezu als Musterschüler der Hygienekonzepte erwiesen. Den Gläubigen wurde so einiges zugemutet. Man hätte sich an der einen oder anderen Stelle schon eher mal einen korrigierenden Widerspruch gewünscht

Planung umsonst gewesen

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Das Weihnachtsfest geht ans Gemüt. Obwohl es keineswegs das wichtigste Fest im Kirchenjahr ist, ist es bei weitem das emotionalste. Im Angesicht der Krippe zeigen die bayerischen Bischöfe, dass sie nicht bereit sind, alles zu schlucken, was die Staatsregierung den Menschen zumutet. Die Ausgangssperre am Heiligen Abend aufrecht zu erhalten, war bislang nicht vorgesehen. Dies ohne Absprache mit den Bistümern zu tun, ist ein grobes Foul. Seit Monaten wird das coronagerechte Weihnachtsfest in den Gemeinden mit viel Aufwand geplant und vorbereitet. Das soll nun Makulatur sein. So geht man mit Partnern nicht um. 

So geht es nicht

Letztendlich geht es ganz unabhängig davon, wie man zu den Maßnahmen im einzelnen steht, auch um immanente Logik der Maßnahmen selbst. Eine Reduzierung oder zeitliche Verdichtung der geplanten Gottesdienste, nur damit die Gemeinden um 21 Uhr fertig sind, führt sicher nicht zu einer Reduzierung der Kontakte. Das Gegenteil ist der Fall. Auch das Ausfallen der Gottesdienste ist keine Perspektive. Denn auch das haben die Bischöfe deutlich gemacht, Weihnachten ist nicht das Fest der Familie, des Friedens und auch kein betulich-kommerzielles Winterevent. Weihnachten ist das Fest der Geburt unseres Erlösers. Ohne die Kirche wären der 24. bis 26. Dezember gewöhnliche Arbeitstage. Schon das allein wäre Grund genug, die Kirche bei Überlegungen zu den Maßnahmen an Weihnachten einzubeziehen. Die bayerischen Bischöfe kann man nur ermutigen, mit ihrer Kritik nicht nachlassen. Die bayerische Staatsregierung täte gut daran, schnellstens zur bisherigen Regelung zurück zu kehren.

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