Auf Gott vertrauen

Auf Gott vertrauen - Anna Einig

Wissen Sie was ich mich oft frage? Wieso wir Menschen nicht viel öfter in uns selbst und auf Gott vertrauen. Vertrauen finden in dem, was in uns steckt und zu was wir fähig sind. Viel zu oft kreisen unsere Gedanken in der Vergangenheit oder der Zukunft, wobei wir völlig das Hier und Jetzt vergessen. Ein Hier und Jetzt, worauf wir Einfluss nehmen können, stetig unser Bestes zu geben und unseren Träumen und Zielen immer Stück für Stück näherzukommen. Viel öfter sollten wir an unsere Fähigkeiten und Talente glauben, die Gott uns geschenkt hat.

Den Sinn des Lebens entdecken

Denn Gott hat jeden Menschen aus einem gewissen Grund auf diese besondere Welt geschickt. Und der Sinn des Lebens besteht doch darin, diesen zu entdecken, um dadurch ein erfülltes, glückliches und zufriedenes Leben zu führen. Für mich bedeutet Glauben, selbstverantwortlich Gottes Heilswillen umzusetzen und meinen Mitmenschen in voller Nächstenliebe gegenüberzutreten, aber auch für andere Menschen eine starke Schulter und Inspiration zu sein. Äußerst wichtig zu erwähnen ist mir hierbei auch, dass man vor allem in Zeiten, in denen man wenig oder kaum etwas von Gott spürt, trotzdem auf seine unendlich große Liebe setzen soll und sich nicht von äußeren Begebenheiten beirren lassen. Denn wer auf Gott vertraut, der ist nie alleine. Ich konnte für mich in vielen Lebenssituationen erkennen, dass selbst in Momenten, in denen der Mensch sich sehr einsam, traurig und machtlos fühlt, er von Gott niemals im Stich gelassen wird. Selbst wenn wir es in diesem Zustand noch nicht verstehen können, wird sich später immer herausstellen, dass Gott uns Menschen, seine geliebten Kinder, niemals verlässt. Denn „darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi Willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.“ (2 Korinther 12,10, LUT).

Chancen mentalen und christlichen Wachstums

Wir sollten Niederlagen unseres Lebens deshalb nicht als Niederlagen betrachten, sondern als Chancen mentalen und christlichen Wachstums. Denn die schwerste Zeit unseres Lebens ist gleichzeitig auch die beste, bedeutendste Gelegenheit, um innere Stärke zu entwickeln und anschließend zu zeigen. Dies ist auch etwas, was Gott von uns in gewisser Weise erwartet. Da er jeden von uns mit Freiheit und einem eigenen Willen ausgestattet hat, sind wir es selbst, die entscheiden können, wie wir unser Leben gestalten und worauf wir uns besinnen. Abschließen möchte ich meinen Artikel mit den Worten: Wo Liebe ist, da ist auch Leben. Und wenn wir für immer auf Gottes Liebe vertrauen, so sind wir frei.

Die Autorin, 21, ist Lehramtsstudentin im Bistum Fulda

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