„Wache Teilnahme“

Nuntius: Katastrophen lassen Menschen zusammenrücken

Wien (DT/KAP) Naturkatastrophen und andere Unglücke im Vorjahr haben nach den Worten des Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, die Menschheit enger zusammenrücken lassen.

Das Erdbeben in Haiti, die Rettung der verschütteten chilenischen Bergleute und anderes hätte zum einen „die Verletzbarkeit des Menschen allen technischen Fortschritts zum Trotz“ vor Augen geführt, zum anderen jedoch auch eine „große Bewegung der Solidarität in nahezu allen Völkern der Erde ausgelöst“, sagte Zurbriggen als Doyen des Diplomatischen Corps beim traditionellen Neujahrsempfang von Bundespräsident Heinz Fischer am Montag in Wien. „Die wache Teilnahme am Geschick anderer Menschen, mögen diese auch tausende Kilometer entfernt leben, gehört zur Dynamik der Menschheitsfamilie, in der Gleichgültigkeit keinen Platz hat und niemals haben darf“, unterstrich Zurbriggen.

Allerdings seien viele Miseren, Konflikte und Katastrophen von Menschen selbst verursacht: „All diese Negativereignisse beruhen auf dem Egoismus einzelner Personen oder Personengruppen, auf dem Mangel an Respekt für die anderen und auf der Missachtung der dem Menschen angeborenen Würde und Freiheit“, erklärte der Nuntius.

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