Versöhnliche Töne aus Rom

Vatikan stellt Bericht über amerikanische Ordensoberinnen vor

Vatikanstadt (DT/KNA) Die vatikanische Glaubenskongregation und die Vereinigung der US-amerikanischen Ordensoberinnen LCWR haben ihre Differenzen offenbar beigelegt. Das geht aus dem Abschlussbericht der Untersuchung des LCWR durch die Glaubenskongregation hervor, der am Donnerstag vom Vatikan veröffentlicht wurde. Der Vatikan hatte 2012 die Untersuchung des Dachverbandes der Ordensoberinnen in den USA angeordnet. Er warf ihm unter anderem vor, mit Blick auf Homosexualität, Frauenweihe, Abtreibung und Verhütung Positionen zu vertreten, die vom katholischen Lehramt abweichen.

Der Abschlussbericht hält nun allgemein fest, dass die Ordensoberinnen Maßnahmen ergriffen hätten, um in ihren Veranstaltungen und Publikationen Stellungnahmen zu vermeiden, „die mit Blick auf die kirchliche Lehre unklar sind oder als Gegensatz zu ihr gelesen werden können“. Eine Theologenkommission soll künftig die „theologische Integrität“ des LCWR gewährleisten.

Der Präfekt der Behörde, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, zeigte sich in einer Stellungnahme überzeugt, dass die Vereinigung, die Frauenorden darin unterstützen werde, eine Vision religiösen Lebens zu fördern, „die in der Person Jesu Christi ihren Mittelpunkt habe und in der Tradition der Kirche steht“. LCWR-Präsidentin Sharon Holland wird in der vatikanischen Mitteilung mit den Worten zitiert: „Wir haben gelernt, dass wir mehr gemeinsam haben, als uns trennt“. Der vom Vatikan mit der Untersuchung betraute Erzbischof von Seattle, James Peter Sartain, lobte den „Geist der Zusammenarbeit“ während des dreijährigen Prozesses.

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