Verfahren gegen Ex-Jesuiten eingeleitet

Berlin (DT/KNA) Ein ehemaliger Jesuit und Lehrer des Canisius-Kollegs muss sich erneut vor dem Kirchengericht im Erzbistum Berlin aufgrund von Missbrauchs-Vorwürfen verantworten. Das Konsistorium leitete im Namen und im Auftrag der Glaubenskongregation ein Verfahren gegen den Beschuldigten ein, teilte das Erzbistum am Montag mit. Zugleich verbreitete das Kirchengericht einen Zeugenaufruf und bat mögliche Missbrauchsopfer, sich zu melden. Die Opferinitiative „Eckiger Tisch“ unterstützt den Appell und kündigte an, sich dazu von einem Anwalt für Kirchenrecht beraten zu lassen.

Dem Beschuldigten wurde laut Erzbistum von zahlreichen Personen vorgeworfen, sie als Minderjährige zwischen 1970 bis 1988 missbraucht zu haben. Bislang liegen die Zeugenaussagen nur anonymisiert vor. Zur Erstellung einer Klageschrift benötige der kirchliche Anwalt entsprechend dem weltlichen Recht aber belastbare und zuordenbare Aussagen von Zeugen und Betroffenen, so das Erzbistum.

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