Venezuelas Bischöfe rufen zur Geschlossenheit auf

Caracas (DT/KNA) Nach dem Tod von Staatspräsident Hugo Chávez haben die katholischen Bischöfe Venezuelas zu nationaler Geschlossenheit aufgerufen. Zusammenhalt sei nötig, um die „schmerzliche Tatsache“ zu bestehen, sagte der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Weihbischof Jesus Gonzalez de Zarate Salas, im venezolanischen Sender „Globovision“. Gonzalez äußerte sich tief bewegt. „Der Tod ist nicht das Ende des Lebens, er öffnet den Weg zu einem glückseligen Leben bei Gott, unserem Vater“, so der Bischof. Der zum anstehenden Konklave nach Rom gereiste venezolanische Kardinal Jorge Urosa Savino (70) kündigte an, Chávez zu Ehren einen Trauergottesdienst zu feiern. Über den Ort der Feier müsse man noch entscheiden, zitiert der vatikanische Pressedienst Fides (Mittwoch) aus einer Mitteilung Urosas. Zu dem Gottesdienst seien alle venezolanischen Staatsbürger eingeladen, die für den toten Präsidenten beten wollten. Der Kardinal sprach der Familie des Verstorbenen und „allen, die sich als Anhänger von Hugo Chávez verstehen“, sein Beileid aus. Zugleich bat er die Behörden laut Fides, „die von der Verfassung vorgesehenen Mechanismen in Gang zu setzen“. Die Venezolaner forderte er zu „Ruhe und Harmonie“ auf. Jede Art von Gewalt müsse vermieden werden. Unterdessen kam es in Caracas laut Fides zu Übergriffen auf Journalisten vor dem Militärkrankenhaus. Anhänger des Präsidenten sollen Medienvertreter verprügelt und mit Waffen bedroht haben. Chávez war am Dienstag (Ortszeit) im Alter von 58 Jahren in der Hauptstadt seiner Krebserkrankung erlegen. Zu Beginn der Fastenzeit Mitte Februar hatte der Erzbischof von Caracas, Kardinal Jorge Urosa Savino, die Gläubigen zum Gebet für die Gesundung des schwerkranken Chávez aufgerufen. Das Verhältnis des Präsidenten zur katholischen Kirche war vor allem vor seiner Krebserkrankung gespannt.

Themen & Autoren

Kirche