„Vatileaks“-Affäre geht an neuen Papst

Bericht er Kardinalskommission bleibt vorerst unter Verschluss

Vatikanstadt (DT/KNA) Der Bericht der Kardinalskommission zur „Vatileaks“-Affäre soll nach dem Willen von Papst Benedikt XVI. seinem Nachfolger übergeben werden. Ansonsten blieben die Akten unter Verschluss, teilte der Vatikan am Montag mit. Benedikt XVI. hatte am Montagvormittag die drei Kardinäle Julian Herranz (82), Jozef Tomko (88) und Salvatore De Giorgi (82) empfangen, die in seinem Auftrag die Weitergabe interner Papiere aus dem Vatikan untersucht hatten. „Der Papst hat entschieden, dass die Akten der Untersuchung, von deren Inhalt nur der Papst Kenntnis hat, ausschließlich dem neuen Papst zur Verfügung zu stellen“, teilte der Vatikan anschließend mit.

Zunächst war vermutet worden, der Papst könnte den Bericht den Kardinälen zum Beginn der Generalkongregationen zugänglich machen. Benedikt XVI. habe den drei Kardinälen bei dem abschließenden Treffen für ihre Arbeit gedankt, hieß es in der Mitteilung. Ihr Bericht habe „neben Grenzen und Unvollkommenheiten angesichts der menschlichen Komponente aller Institutionen die Großzügigkeit, Rechtschaffenheit und Hingabe der Mitarbeiter beim Heiligen Stuhl im Dienst für den Papst“ deutlich gemacht.

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