Vatikan verschiebt Solidaritätsreise

Vatikanstadt (DT/KNA) Angesichts der eskalierenden Gewalt in der Region hat der Vatikan den geplanten Solidaritätsbesuch in Syrien verschoben. Die Reise, die Papst Benedikt XVI. auf Initiative der derzeit in Rom tagenden Weltbischofssynode angesetzt hatte, werde wahrscheinlich erst nach Abschluss des Treffens stattfinden, kündigte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone am Dienstag an. Damit werde sich auch die Zusammensetzung der Delegation ändern. Die Synodenväter kehrten nach Abschluss der dreiwöchigen Konferenz am kommenden Sonntag wieder in ihre Diözesen zurück, erläuterte Bertone. Die Spende der 400 Synodalen werde aber auf jeden Fall bereits in den kommenden Tagen der unter der Gewalt leidenden Bevölkerung in Syrien zugeleitet. Ursprünglich war der Syrien-Besuch der Synodendelegation bereits für vergangenen Montag geplant. Geleitet werden sollte sie vom kongolesischen Synodenpräsidenten Kardinal Laurent Monsengwo Pasinya von Kinshasa sowie den Kardinälen John Tong Hon aus Hongkong und Timothy Dolan aus New York. Außerdem sollten der vatikanische Außenminister Erzbischof Dominique Mamberti, der kolumbianische Militärbischof Fabio Suescun Mutis und der vietnamesische Bischof Joseph Nguyen Nang von Phat Diem in Damaskus die Verbundenheit der Kirchenleitung übermitteln. Die vatikanischen Reisepläne wurden durch die jüngsten Anschläge in Beirut und Damaskus durchkreuzt.

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