Vatikan und Viganò: Ein klassisches Nicht-Dementi?

Das Dossier von Erzbischof Carlo Maria Viganò zum Missbrauchsskandal schlägt hohe Wellen. Wann wird der Vatikan darauf reagieren?
Viganò-Papier schlägt hohe Wellen
Foto: Matteo Nardone (Pacific Press via ZUMA Wire) | Viganò hatte bereits als Generalsekretär der Staatsverwaltung der Vatikanstadt beim Vatileaks-Skandal interne Briefe öffentlich gemacht.

Das Dossier von Erzbischof Carlo Maria Viganò zum Missbrauchsskandal schlägt hohe Wellen. Während die einen den früheren Apostolischen Nuntius in den USA für einen ehrenwerten Whistleblower halten, verdächtigen ihn andere, Rache dafür nehmen zu wollen, dass er auf Drängen des ehemaligen Kardinalstaatssekretärs Tarcisio Bertone aus dem Vatikan wegbefördert wurde.

Viganò war auch am Vatileaks-Skandal beteiligt

Viganò hatte als Generalsekretär der Staatsverwaltung der Vatikanstadt beim Vatileaks-Skandal interne Briefe öffentlich gemacht. Doch die Motive Viganòs sind zweitrangig, entscheidend ist, ob die Fakten, die er in seinem Dossier nennt, stimmen oder nicht. Dazu hüllt sich Franziskus bislang in Schweigen, ebenso Kardinalstaatssekretär Parolin.

Ein klassisches Nicht-Dementi, könnte man meinen. Oder braucht der Vatikan Zeit, um auf Viganò zu antworten? Lesen Sie die dazu die Analyse in der aktuellen Ausgabe der "Tagespost" vom 06. September. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

DT

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