Vatikan führt feste Tarife für Verfahren ein

Vatikanstadt (DT/KNA) Der Vatikan will die Kosten für Verfahren zur Heiligsprechung reduzieren und kalkulierbarer machen. Seit Jahresbeginn gelten feste Sätze für solche Prozesse, an die sich die Beteiligten halten müssen, wie der „Osservatore Romano“ (Mittwoch) berichtet. Die Maßnahme solle Bescheidenheit und Gerechtigkeit fördern, zitiert die Zeitung Kurienkardinal Angelo Amato. Selig- und Heiligsprechungsverfahren kosten oft weit mehr als 50 000 Euro. Bezahlt werden müssen etwa der jeweilige Anwalt im Verfahren, der sogenannte Postulator, Honorare für Gutachter sowie Gebühren an den Vatikan. Dieses Geld muss in der Regel von den Antragstellern aufgebracht werden. Dies sind zumeist Bistümer oder Orden. Es sei wichtig, dass alle, die ein Heiligsprechungsverfahren anstrebten, wüssten, welche Kosten auf sie zukämen.

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