Unierte Patriarchen treffen sich im Libanon

Beirut (DT/KAP) Der Rat der unierten Patriarchen des Orients (CPCO) wird ab 10. August im libanesischen Dimane, dem Sommersitz des maronitischen Patriarchen, zusammentreten, um die komplexe Lage der christlichen Kirchen im Nahen Osten zu erörtern. In den vergangenen Jahren konnte der CPCO wegen der Konflikte vor allem in Syrien und Irak nicht tagen. Nach Berichten libanesischer Medien werden die Patriarchen bereits am 9. August von Staatspräsident Michel Aoun, einem maronitischen Christen, empfangen. Die Tagesordnung des Treffens der katholischen Patriarchen ist eng verbunden mit der pastoralen Situation der christlichen Kirchen im Nahen Osten und mit den aktuellen politischen und sozialen Problemen, die in den vergangenen Jahren zu einem verstärkten Exodus der orientalischen Christen geführt haben. An der Versammlung wird zum ersten Mal auch der neue melkitische Patriarch Yousef I. Absi teilnehmen. Auch orthodoxe Patriarchen und Repräsentanten der nahöstlichen evangelischen Kirchen werden als Gäste bei der Versammlung in Dimane erwartet. Der CPCO ist zuständig für die Koordination der pastoralen Aktivitäten der katholischen Ostkirchen im Orient, für die Betonung des Bürgerrechts der Christen in den nahöstlichen Staaten, für die Verbindung zwischen den Patriachaten und den Gläubigen in der weltweiten Diaspora (vor allem Nord- und Südamerika, Europa, Ozeanien) und für die Förderung des ökumenischen und interreligiösen Dialogs.

Themen & Autoren

Kirche

Papst in Budapest
Budapest
Umkehr: Die wahre Reform der Kirche Premium Inhalt
In Budapest wurde die Tiefendimension der Kirche sichtbar: Mit Blick auf Christus ist sie jung, dynamisch, fröhlich, ökumenisch, missionarisch und attraktiv. Ein Kommentar.
16.09.2021, 13 Uhr
Stephan Baier