Tugendgrad Bernhard Lehners anerkannt

Vatikanstadt (DT/KAP) Das Seligsprechungsverfahren des aus Niederbayern stammenden Bernhard Lehner (1930–1944) hat eine wichtige Hürde genommen. Die Heiligsprechungskongregation anerkannte den „heroischen Tugendgrad“ des im Alter von vierzehn Jahren verstorbenen „Dieners Gottes“ aus der Diözese Regensburg, teilte das vatikanische Presseamt mit. Nach der offiziellen Bestätigung, dass Lehner die christlichen Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe in vorbildlicher Weise gelebt habe, ist nun der Nachweis eines Wunders erforderlich. Die Diözese Regensburg hat das Seligsprechungsverfahren des Buben bereits Anfang der 1950er Jahre eingeleitet. Nach Angaben der diözesanen Pressestelle wurden bisher gut 13 000 Gebetserhörungen gemeldet. Lehner wurde 1930 im niederbayerischen Herrngiersdorf geboren. Schon als Volksschüler besuchte er fast täglich die Heilige Messe und hatte früh den Wunsch, Priester zu werden. 1941 durfte er in das Seminar Obermünster in Regensburg eintreten. Anfang Dezember 1943 erkrankte der Bub an septischer Diphtherie. Sein Zustand verschlechterte sich zunehmend. Auf die Gaumensegellähmung folgte eine Zwerchfelllähmung. Tapfer und geduldig soll er alle Schmerzen ertragen haben. Bei vollem Bewusstsein starb der Bub am 24. Januar 1944. Schon zu Lebzeiten und besonders nach seinem Tod wurde Lehner zum Vorbild für Kinder und Jugendliche. In der Not der Nachkriegszeit verbreitete sich sein Ruf als geistlicher Fürsprecher. 1952 wurde Lehners Sarg in die Gruft der Herrngiersdorfer Filialkirche überführt.

Themen & Autoren

Kirche

Schwules Paar
Rezension
Eine Wegweisung im LGBTIQ - Dschungel Premium Inhalt
Daniel Mattson legt in seinem autobiografischen Buch "Warum ich mich nicht als schwul bezeichne" tiefe Gedanken über Sexualität, persönliche Freiheit und die Lehre der Kirche vor.
19.09.2021, 17 Uhr
Barbara Stühlmeyer