Türkische Behörden genehmigen Kreuz für Kirche

Istanbul (DT/KNA) Auf die Kuppel der armenischen Heilig-Kreuz-Kirche im türkischen Van darf nach dreijährigem Tauziehen nun doch ein Kreuz gesetzt werden. Wie die Tageszeitung „Hürriyet“ am Montag berichtete, teilte der türkische Kulturminister Ertugrul Günay dies nach einer Entscheidung der örtlichen Denkmalschutzbehörde mit. Damit sei zum ersten Mal in der Geschichte der Türkischen Republik einer so bedeutenden Kirche ein neues Kreuz gestattet worden, kommentierte „Hürriyet“. Die Heilig-Kreuz-Kirche auf der Insel Aghtamar im Van-See im Südosten des Landes diente der armenischen Kirche bis in die 1890er Jahre als Bischofssitz; sie wurde aber im Zuge der Vertreibung der Armenier aus Anatolien verlassen und verfiel. Der türkische Staat hatte die Kirche vor einigen Jahren restauriert und sich dabei von einem armenischen Architekten beraten lassen. Kurz vor der Wiedereröffnung im Frühjahr 2007 teilten die Behörden jedoch mit, dass die Kirche nur als Museum dienen solle. Gottesdienste dürften darin nicht gefeiert werden, und auch das vom armenischen Patriarchen Mesrob II. gestiftete Kreuz dürfe nicht aufgesetzt werden, hieß es damals. Das Verbot von Gottesdiensten in der Kirche hob die türkische Regierung im März dieses Jahres auf und erteilte der armenischen Gemeinde die Genehmigung, einmal jährlich eine Messe auf Aghtamar zu feiern.

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