Türkei: Bischofsmörder zu 15 Jahren Haft verurteilt

Rom (DT/KNA) In der Türkei ist am Dienstag der Mörder von Bischof Luigi Padovese zu fünfzehn Jahren Haft verurteilt worden. Das berichtet der Pressedienst Asianews. Rechtsexperten zufolge könnte der Mann, der bereits seit der Tat Mitte 2010 im Gefängnis sitzt, bei guter Führung bereits nach sechs Jahren wieder in Freiheit sein. Der zur Tatzeit 26-jährige Murat Altun hatte am 3. Juni 2010 den Vorsitzenden der Türkischen Bischofskonferenz und Apostolischen Vikar von Anatolien, für den er als Fahrer arbeitete, vor seinem Haus im südtürkischen Iskenderun erstochen. Über sein Motiv machte er widersprüchliche Angaben. Sie reichten von einer angeblichen Geistesgestörtheit über einen islamischen Hintergrund bis zu der Behauptung, er habe mit Padovese eine homosexuelle Beziehung gehabt. Der Verurteilte erklärte laut Asianews nach dem Prozess, er bereue den Mord an dem aus Italien stammenden Padovese, „der letzten Person, die mir etwas Böses antun konnte“. Er sei während der Tat nicht Herr seiner selbst gewesen.

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