Thissen prangert Christenverfolgung an

Hamburg (DT/KNA) Der Hamburger Erzbischof Werner Thissen hat die Verfolgung von Christen im Nahen Osten angeprangert. „Die furchtbaren Anschläge von Bagdad und Alexandria haben sich in mein Gedächtnis eingebrannt. Vor allem, weil ich weiß, dass diese Anschläge keine Einzelereignisse waren“, sagte Thissen am Donnerstag in Hamburg. „Im Zugehen auf die Seligsprechung der Lübecker Märtyrer am 25. Juni machen uns die jüngsten Ereignisse sehr deutlich, dass das Martyrium und das Leiden für Christus bis in unsere Tage Wirklichkeit sind.“ Umso wichtiger sei das gemeinsame Zeugnis der Christen, so der Erzbischof. Er äußerte sich bei einem gemeinsamen Mittagessen mit Geistlichen aus den orthodoxen und altorientalischen Kirchengemeinden. Das Treffen auf Einladung des Erzbischofs findet traditionell am Sankt-Ansgar-Tag am 3. Februar statt. Thissen verwies auf die ökumenische Sankt-Ansgar-Vesper am Donnerstagabend in der Hauptkirche Sankt Petri, bei der die katholischen, evangelischen und orthodoxen Christen „eine große Gebetsgemeinschaft“ bildeten. „Das Gebet weist uns den Weg zum himmlischen Jerusalem.“ Die irdische Stadt Jerusalem hingegen erlebe bis heute eine leidvolle Geschichte. Dennoch könnten die Christen hierzulande von Jerusalem lernen, wo die Konfessionen trotz Ungerechtigkeit und Verfolgung am Glauben festhielten und nach Einheit strebten.

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