Tagesheiliger 4. August: Seliger Frédéric Jansoone

Von Katrin Krips-Schmidt

Der selige Frédéric Jansoone wurde am 19. November 1838 in Ghyvelde, einem kleinen Ort in der Nähe von Lille in Nordfrankreich als jüngstes von dreizehn Geschwistern einer wohlhabenden Bauernfamilie geboren. Als sein Vater starb, war Frédéric neun Jahre alt. Als er bereits das Priesterseminar in Dünnkirchen besuchte, verließ er dieses wieder, denn wirtschaftliche Notzeiten forderten von ihm, seine Mutter und seine Geschwister finanziell zu unterstützen. So verdiente er seinen Lebensunterhalt als Vertreter. Nach dem Tod seiner Mutter schloss er sich 1864 als Novize dem Franziskanerorden in Amiens an, 1870 wurde er zum Priester geweiht. Während des Deutsch-Französischen Krieges diente Frédéric als Militärseelsorger.

1876 meldete sich der 37-Jährige, um für die Kustodie der Franziskaner im Heiligen Land zu arbeiten, wo er insgesamt zwölf Jahre verbrachte und in den verschiedensten Bereichen tätig war. Nach zwei Jahren zum Stellvertreter des Kustos ernannt, wirkte er als zuverlässiger Prediger und als engagierter Seelenführer für die Pilger, die nach Palästina kamen. Außerdem führte er den Kreuzweg der Pilger durch Jerusalem.

1888 wurde er nach Kanada gesandt, wo er sich hauptsächlich um Unterstützung für die christlichen Gemeinschaften im Heiligen Land mühte und zugleich das Marienheiligtum Notre-Dame du Cap seelsorglich betreute. Darüber hinaus verfasste er Heiligenbiographien und Zeitungsartikel.

Am 4. August 1916 starb der unermüdliche Franziskaner physisch erschöpft an Magenkrebs in Trois-Rivieres in der Diözese Québec, wo er in einer kleinen Kapelle beigesetzt wurde.

Am 25. September 1988 erhob Johannes Paul II. Frédéric Jansoone zur Ehre der Altäre.

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