Tagesheilige: 1. März: Die selige Johanna Maria Bonomo

Von Katrin Krips-Schmidt
Selige Johanna Maria Bonomo
Foto: IN | Die selige Johanna Maria Bonomo.
Selige Johanna Maria Bonomo
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Die selige Johanna Maria Bonomo kam am 15. August 1606 in Asiago in der oberitalienischen Provinz Vicenza auf die Welt. Sie wurde von Klarissen in Trient erzogen und trat 1622 bei den Benediktinerinnen in Bassano ein.

Kurz, nachdem sie ihre Ordensgelübde abgelegt hatte, empfing die mystisch hoch begnadete Ordensfrau eine Reihe von Visionen und erfuhr Entrückungen und Ekstasen. Ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten, aber auch Leiden – Johanna Maria trug zudem die Stigmata des Gekreuzigten und litt zeit ihres Lebens unter schweren körperlichen und seelischen Krankheiten – erregte nicht nur im Kloster Misstrauen, sondern ließ auch den Ortsbischof ihr gegenüber eine skeptische und ablehnende Haltung einnehmen. Er forderte die Mystikerin auf, all ihre Schriften zu verbrennen. Sieben Jahre lang durfte sie zu ihrem Vater keinen Briefkontakt mehr unterhalten und auch mit niemandem außerhalb der Klostermauern reden. Ihr Beichtvater behandelte sie wie eine Geistesgestörte und verweigerte ihr sogar die Kommunion. Trotz alledem wählte ihre Gemeinschaft sie im Jahr 1652 zu ihrer Äbtissin. Sie erwies sich als eine herausragende Leiterin des Konvents. Ihre Mitschwestern lehrte sie, dass Heiligkeit nicht darin bestehe, Großes zu tun, sondern die Vollkommenheit in den einfachsten Dingen des alltäglichen Lebens zu suchen.

Johanna Maria Bonomo starb am 1. März 1670 mit 63 Jahren in ihrem Kloster in Bassano. Papst Pius VI. erhob die große Mystikerin und Ordensfrau am 9. Juni 1783 zur Ehre der Altäre. Ihre sterblichen Überreste werden in der ihr geweihten Kirche (Chiesa dell Beata Giovanna) in Bassano del Grappa aufbewahrt und verehrt.

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