Schmid: In Limburg Prüfverfahren abwarten

Regensburg (DT/KNA) Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Albert Schmid, hat sich erneut gegen Vorverurteilungen im Zusammenhang mit dem Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ausgesprochen. Auch in der katholischen Kirche müssten Prinzipien zum Zuge kommen, „wie sie im Rechtsstaat üblich sind“, sagte der Jurist und Vertraute des Bischofs am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Regensburg. Deswegen gelte es zunächst, das von der Deutschen Bischofskonferenz in Gang gesetzte Prüfverfahren abzuwarten, das noch bis Januar dauern werde. Über die Konsequenzen daraus entscheide allein die Kirchenleitung in Rom. Der Bischof steht wegen der Baukosten des diözesanen Zentrums auf dem Limburger Domberg und seiner Amtsführung in der Kritik. Die Vorwürfe zum Bauprojekt überprüft derzeit eine kirchliche Kommission. Seit Ende Oktober hält sich Tebartz-van Elst aufgrund einer Entscheidung von Papst Franziskus für unbestimmte Zeit außerhalb seines Bistums auf. Schmid sagte, er glaube schon, dass Tebartz-van Elst nach Limburg zurückwolle. „Aber ich denke auch, dass er das nicht kann, solange die Prüfkommission ihre Arbeit nicht abgeschlossen hat.“ Schmid erklärte, „selbstverständlich“ werde er den Limburger Bischof, der sich vergangene Woche ins niederbayerische Benediktinerkloster Metten zurückgezogen hatte, dort besuchen. Tebartz-van Elst hatte seinerseits Schmid am 11. Oktober in dessen Privathaus in Laaber im Landkreis Regensburg aufgesucht und sich ihm dort anvertraut. Die beiden kennen sich seit der Zeit, in der Tebartz-van Elst Theologieprofessor an der Universität Passau war. Schmid äußerte sich nach seiner Rückkehr von einer Reise mit einer Delegation des Landeskomitees nach Rom.

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