Schlossmuseum zeigt Ausstellung über Jesuiten

Friedberg (DT/KNA) Im Schlossmuseum Friedberg bei Augsburg ist vom 8. Mai bis 6. September eine Sonderausstellung über die Jesuiten zu sehen. Beleuchtet wird der bedeutende Einfluss des Ordens in Augsburg und in der Region. Mit der Eröffnung des Jesuitenkollegs Sankt Salvator mit Gymnasium und Lyzeum im Jahr 1582 in Augsburg sowie mit seinen Besitzungen in Friedberg und Kissingen wurde ein einflussreiches Zentrum der Gesellschaft Jesu geschaffen. Die Schüler kamen aus ganz Europa. Sie wurden unterrichtet von Gelehrten wie Jacobus Pontanus und Jakob Bidermann, berühmte Dramatiker des Jesuitentheaters. Ein weiterer Aspekt gilt der Missionierung des Ordens. So dokumentiert der „Zwettler Codex 420“, eine Leihgabe der Stiftsbibliothek Zwettl, die Missionstätigkeit in Südamerika. Der handkolorierte Reisebericht des Jesuiten Florian Paucke aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist eine der ersten Landesbeschreibungen Paraguays. Gräfin Maria Theresia von Fugger-Wellenburg gehörte einst zu den Förderern der China-Mission des Ordens. Zudem wurden jesuitische Missionsberichte in Augsburg gedruckt. Die Ausstellung „Jesuiten. Die Welt ist unser Haus“ im Schlossmuseum Friedberg, Schlossstr. 21, in Friedberg bei Augsburg dauert vom 8. Mai bis 6. September. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr. Weitere Informationen unter www.museum-friedberg.de.

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