Schallenberg kritisiert PID-Urteil

Paderborn (DT/KNA) Der Paderborner katholische Moraltheologe Peter Schallenberg hat das Urteil des Bundesgerichtshofs zur Präimplantationsdiagnostik (PID) scharf kritisiert. Damit sei ein ethischer Damm gebrochen, schreibt er in einem Beitrag für die Paderborner Kirchenzeitung „Der Dom“. Das Embryonenschutzgesetz sei gelockert worden. Es sei nun erlaubt, für die künstliche Befruchtung im Labor hergestellte Embryonen auf Schäden zu untersuchen und gegebenenfalls zu vernichten. Dies widerspreche aber der christlichen Moraltheologie. Das Embryonenschutzgesetz habe sich lange im eklatanten Widerspruch zum liberalen Abtreibungsgesetz befunden, das faktisch das Lebensrecht vom Elternwillen abhängig mache. Dieser Widerspruch räche sich nun, „und der Zug ist auch beim Embryonenschutzgesetz in die liberale Richtung abgefahren“. Schallenberg bekundete Verständnis für Eltern, die genetisch vorbelastet sind und eine Risikoschwangerschaft vermeiden wollen. Es gebe aber kein Recht auf ein gesundes Kind.

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