Ruhrbistum ordnet Jugendarbeit neu

Essen will fünf jugendpastorale Zentren betreiben – Keine Stadt- und Kreisjugendseelorger mehr

Essen (DT/KNA) Das Ruhrbistum ordnet seine Jugendarbeit neu. Künftig werde es fünf jugendpastorale Zentren geben, teilte Diözesanjugendseelsorger Stefan Ottersbach am Mittwoch in Essen mit. Zudem solle der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Ruhrbistum einen hauptamtlichen Vorstand erhalten. Stadt- und Kreisjugendseelsorger würden künftig nicht mehr ernannt. Auch werde die Arbeit der Gesellschaft „Katholische Kinder- und Jugendarbeit im Bistum Essen“ zum 1. Januar 2014 eingestellt. Die fünf „jugendpastoralen Handlungsorte“ sind laut Ottersbach das Jugendhaus Sankt Altfrid in Essen-Kettwig, das Jugendpastorale Zentrum Laudate an Sankt Ignatius in Essen-Holsterhausen, die Jugendkirche Tabgha in Oberhausen, das Philipp-Neri-Zentrum in Gelsenkirchen und die „mobile Jugendkirche über.dacht“ im Kreisdekanat Altena-Lüdenscheid. Die Zentren, die personell besonders ausgestattet würden, fungierten als „Tankstellen“ für junge Ehrenamtliche in Gemeinden. Zugleich dienten sie dazu, mit jungen Menschen ohne kirchliche Anbindung in Kontakt zu kommen.

Ottersbach, der die Ergebnisse eines anderthalbjährigen Beratungsprozesses präsentierte, bezeichnete die Jugendverbände als „wichtige Träger der Jugendseelsorge“. In den vergangenen Jahren sei es aber immer schwieriger geworden, die BDKJ-Vorstandsämter mit ehrenamtlichen jungen Frauen und Männern zu besetzen. Daher würden künftig Hauptamtliche diese Arbeit wahrnehmen. Die Abschaffung der Stadt- und Kreisjugendseelsorger begründete Ottersbach damit, dass für diese Aufgabe nicht mehr genügend Geistliche zur Verfügung stünden. Zudem habe sich nach dem Wegfall der Katholischen Jugendämter im Jahr 2007 gezeigt, dass diese Seelsorger in der Pastoral nicht mehr richtig angebunden seien.

Themen & Autoren

Kirche