Rom verurteilt Verhalten eines illegitimen Bischofs

Vatikanstadt (DT/KNA) Der Vatikan hat die Teilnahme eines illegitimen Bischofs an einer Bischofsweihe in China verurteilt. Die Anwesenheit des exkommunizierten Bischofs Paul Lei Shiyin habe bei Gläubigen „Missbilligung und Befremdung“ verursacht, heißt es in einer Erklärung von Vatikansprecher Lombardi am Mittwochabend. Dies gelte umso mehr, da Lei an der vom Papst genehmigten Weihehandlung und der Eucharistiefeier mitgewirkt habe. Dieser „Ungehorsam gegen die Normen der Kirche“ verschlechtere die kirchenrechtliche Position des Bischofs noch weiter. In einer „normalen Situation“ hätte die Anwesenheit von Lei verhindert werden müssen, so Lombardi. Auch hätte sie kirchenrechtliche Konsequenzen für die anderen Bischöfe mit sich gebracht. Unter den gegebenen Umständen sei es jedoch wahrscheinlich, dass die Bischöfe die Teilnahme des Exkommunizierten „nicht ohne schwerwiegende Nachteile“ hätten verhindern können, erklärte der Sprecher weiter. Lei war im Juni ohne Zustimmung des Papstes zum Bischof geweiht worden. Die vom Papst und der Regierung in Peking gebilligte Weihe von Peter Luo Xuegang zum Bischof am Mittwochmorgen hingegen wird nach Lombardis Aussage von der ganzen Universalkirche gewürdigt. Nach zuletzt drei Bischofsweihen ohne päpstliches Mandat in China sei es „gewiss positiv“, dass es nun einen neuen Bischof gebe, der in Gemeinschaft mit dem Papst und dem Weltepiskopat stehe.

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