Rom: Konferenz gegen Dammbruch bei Sterbehilfe

Vatikanstadt (DT/KNA) Im Vatikan hat am Montag eine internationale Fachtagung über den ethischen Umgang mit Kranken und Sterbenden begonnen. Der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Bischof Elio Sgreccia, begründete die Themenwahl mit einem wachsenden „kulturellen Druck“ in Richtung aktiver Sterbehilfe. Nach einem gesetzgeberischen „Dammbruch“ in den Niederlanden, in Belgien, Dänemark und im US-Bundesstaat Oregon drohe auch in anderen Ländern eine Legalisierung von Euthanasie, sagte Sgreccia zur Eröffnung. Der Kurienbischof kritisierte eine zunehmende „Kultur des Alleinlassens von Sterbenden“ und eine Unterbewertung ihrer Würde. Zugleich warnte er vor „zweideutigen Mystifikationen und Pseudo-Rechtfertigungen“ in Fragen des Todes. Die katholische Kirche müsse ihre Einwände gegen eine aktive Sterbehilfe deutlicher machen. Der Glaube biete eine Unterstützung für den „Übergang vom Tod, vom Akt des Sterbens, zu einem noch wunderbareren Leben“, so Sgreccia. An der zweitägigen Konferenz nehmen 520 Mediziner, Philosophen, Juristen und Theologen aus mehr als 30 Ländern teil, darunter auch der deutsche Philosoph Robert Spaemann, der in Köln lehrende Staatsrechtler Wolfram Höfling sowie der Arzt und Bestseller-Autor Manfred Lütz. Die Tagung steht unter dem Thema „An der Seite des unheilbar Kranken und Sterbenden: Ethische und praktische Orientierungen“.

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