Pius-Brüder: Zollitsch verkündet öffentlich Irrlehre

Stuttgart (DT/KNA) Die Pius-Bruderschaft hat den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, kritisiert und ihm vorgeworfen, Irrlehren zu verbreiten. Zollitsch sei in der Gefahr, im kirchenrechtlichen Sinne ein Häretiker zu werden, erklärte der deutsche Distriktobere der Pius-Bruderschaft, Franz Schmidberger, am Montag in Stuttgart. Schmidberger bezieht sich auf Interview-Äußerungen von Zollitsch zum Tod Christi. Im Hessischen Rundfunk hatte der Erzbischof über Christus wörtlich gesagt: „Er ist nicht deswegen für die Sünden der Menschen gestorben, weil Gott ein Sündopfer, einen Sündenbock gleichsam gebraucht hätte. Er hat sich mit uns Menschen – mit unserem Leiden und unserem Tod – bis zum letzten solidarisiert. Und er hat gezeigt, dass auch das Leiden der Menschen, jeder Schmerz, auch der Tod von Gott angenommen sind und von Gott verwandelt werden in seinem Sohn Jesus Christus.“ Gott habe seinen eigenen Sohn in Solidarität mit den Menschen in die letzte Todesnot hineingelassen. Für die Pius-Bruderschaft hat Zollitsch damit „aus dem Sühnopfer der Wiedergutmachung“ ein „Solidaritätsopfer“ gemacht. Im Katechismus der katholischen Kirche heißt es, dass die Sünder „die Urheber und Vollstrecker aller Strafen waren, die Christus erlitt“. Da sich die Kirche bewusst sei, dass alle Sünden Christus träfen, zögere sie nicht, den Christen die „schwerste Verantwortung für die Qualen Christi zuzuschreiben“, während diese die Verantwortung dafür allzu oft einzig den Juden angelastet hätten. Die Deutsche Bischofskonferenz teilte auf Anfrage mit, dass sie den Vorgang nicht kommentieren werde.

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