„Perus Kirche hat Gewalt nicht angestachelt“

Lima (DT/KNA) Die katholische Kirche in Peru hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie sei im Juni Mitanstifter der Unruhen von Indianern im Amazonasgebiet gegen die Regierung gewesen. Die Kirche habe zu keiner Zeit zur Gewalt aufgerufen oder diese gebilligt, erklärte der Vorsitzende der Peruanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Hector Miguel Cabrejos Vidarte von Trujillo, am Wochenende in Lima. Er wies einen entsprechenden Untersuchungsbericht des Justizministeriums zurück. Die Kirche trauere um alle Toten des Konflikts, sie verwahre sich aber dagegen, vom Justizministerium zum „Sündenbock“ gemacht zu werden, erklärte Cabrejos Vidarte. Vor der Veröffentlichung des Berichts hatte sich Perus Justizminister Aurelio Pastor bereits gegenüber einem UNO-Komitee negativ über die Rolle der Priester im Amazonasgebiet geäußert. Kritik hatte er dabei vor allem an „einem bestimmten Mitglied der katholischen Kirche“ geübt, ohne dieses jedoch namentlich zu nennen. Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Indianern und Sicherheitskräften im nördlichen Amazonasgebiet waren im Juni mindestens 23 Polizisten und zehn Zivilisten getötet worden. Die Indianer hatten gegen neue Gesetze der Regierung von Präsident Alan Garcia protestiert, mit denen ausländischen Firmen die Erschließung von Erdöl- und Gasvorkommen erlaubt wird.

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