Personalien

Der neue deutsche Vatikanbotschafter Walter Jürgen Schmid (Foto: dpa) hat dem Papst am Montag sein Beglaubigungsschreiben überreicht. Benedikt XVI. empfing den Diplomaten, der die Bundesrepublik bislang in Moskau vertreten hatte, auf seinem Sommersitz Castel Gandolfo. Schmid ist Nachfolger von Hans-Henning Horstmann, der nach vierjähriger Tätigkeit in Rom Ende Juli in den Ruhestand gegangen war. In seiner Rede an den Botschafter sprach sich Benedikt XVI. dafür aus, die „fundamentale und bleibende Bedeutung des Christentums in der Grundlegung und Gestaltung unserer Kultur“ zu schärfen. Mit Sorge beobachte die Kirche eine „wachsende Verdrängung des christlichen Verständnisses von Ehe und Familie aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein“. Die Kirche könne keinen Gesetzesinitiativen zustimmen, die alternative Partnerschafts- und Familienmodelle aufwerteten. Diese trügen „zu einer Aufweichung naturrechtlicher Prinzipien und damit zur Relativierung der gesamten Gesetzgebung, aber auch zu einer Verschwommenheit der Wertvorstellungen in der Gesellschaft bei“, so der Papst. Mit Nachdruck forderte Benedikt XVI. weiter, im Bereich von Biotechnologie und Medizin stets die menschliche Würde zu beachten. Man müsse genau beobachten, „wo es um Manipulation des Menschen, um eine Verletzung seiner Integrität und Würde“ gehe. Nach den am Vatikan üblichen Gepflogenheiten kann der Diplomat nach dem Antrittsbesuch offiziell seine Tätigkeit als Botschafter am Heiligen Stuhl und im diplomatischen Ambiente Roms aufnehmen.

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