Personalien

Matthias Kobena Nketsiah (68), bislang Weihbischof im ghanaischen Cape Coast, ist am Montag vom Papst zum neuen Erzbischof in der westafrikanischen Stadt ernannt worden. Er wird Nachfolger von Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson (61), der vergangenen Oktober Präsident des Päpstlichen Rates „Iustitia et Pax“ wurde. Turkson leitete die Erzdiözese von 1992 bis zu seinem Wechsel an die Spitze des vatikanischen Entwicklungshilfe- und Menschenrechtsrats. Nketsiah war seit 2006 Weihbischof von Cape Coast.

Der Weihbischof und Generalvikar in Brüssel Remy Victor Vancottem (66) ist am Montag vom Papst zum neuen Bischof von Namur ernannt worden. Er wird auf diesem Posten Nachfolger von Andre-Mutien Leonard (70), den Benedikt XVI. im Januar zum Erzbischof von Mechelen-Brüssel ernannt hatte. Vancottem wurde am 25. Juli 1943 in Tubise in Brabant geboren. 1969 zum wurde Vancottem zum Priester für das belgische Hauptstadtbistum geweiht. Ab 1974 gehörte er dem Direktorium des Priesterseminars von Brüssel an. 1982 wurde Vancottem zum Weihbischof und Generalvikar ernannt.

Papst Benedikt XVI. hat den vorzeitigen Rücktritt des irisch-stämmigen Erzbischofs Richard Burke (61) von Benin-City in Nigeria angenommen. Als Grund wird von Burke in der Zeitschrift „The Irish Catholic“ eine seit 1989 bestehende Liebesbeziehung genannt. Burke, Mitglied eines Missionsordens, war seit 1995 Bischof. Die Leitung des Erzbistums Benin-City hatte er 2007 übernommen. Der Geistliche bat die frühere Geliebte und seine Gläubigen um Vergebung. Der Erzbischof bedauerte sein „gänzlich unangemessenes Verhalten“.

Hubert Berenbrinker, seit zwei Jahren Weihbischof im Erzbistum Paderborn, wird am Montag 60 Jahre alt. Er wurde am 7. Juni 1950 im westfälischen Verl geboren. Die Priesterweihe empfing er 1977 durch den damaligen Paderborner Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt. 2008 folgte er als Weihbischof auf Karl-Heinz Wiesemann, der Bischof von Speyer wurde. Berenbrinker ist Mitglied der Ökumenekommission und der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz.

Der vor allem in Afrika tätige Missionsorden der „Weißen Väter“ hat erstmals einen schwarzen Leiter: Das Generalkapitel wählte Richard Baawobr (50) aus Ghana zum Generaloberen der „Gesellschaft der Missionare von Afrika“, wie der vatikanische Missionsdienst Fides am Dienstag mitteilte. Baawobr, der sein Noviziat im schweizerischen Fribourg absolvierte, war bisher stellvertretender Generaloberer. Er tritt die Nachfolge des Franzosen Gerard Chabanon an, der den Orden seit 2004 leitete. Baawobr wurde 1987 zum Priester geweiht. Seit 1999 war er für die Ausbildung der Theologiestudenten des Ordens im französischen Toulouse zuständig. Die Weißen Väter zählen nach eigenen Angaben gegenwärtig 1 541 Mitglieder aus 37 Nationen. Der Orden wurde 1868 vom französischen Kardinal Charles Lavigerie (1825-1892) gegründet.

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