Personalien

Bashar Warda (49), bislang Leiter des Priesterseminars von Arbil im Irak, ist zum neuen chaldäischen Erzbischof dieser nordirakischen Stadt ernannt worden. Papst Benedikt XVI. habe der Wahlentscheidung durch die Synode der chaldäischen Kirche seine Zustimmung gegeben, teilte der Vatikan am Montag mit. Warda, 1969 in Bagdad geboren, studierte im Seminar von Dora nahe seiner Heimatstadt Theologie. Er wurde 1993 zum Priester geweiht. Zwei Jahre später trat er dem Redemptoristen-Orden bei und schloss seine Ordensausbildung im irischen Dundalk ab. 1999 promovierte er an der Katholischen Universität Löwen in Moraltheologie. Die Erzdiözese Arbil zählt nach vatikanischen Angaben gut 20 000 chaldäische Katholiken.

Pierbattista Pizzaballa (45), Franziskanerpater aus Norditalien, ist für drei weitere Jahre als Kustos der Franziskaner im Heiligen Land bestätigt worden. Das wurde am Samstag in Rom und in Jerusalem bekannt. Der Ordensmann, dessen Berufung durch den Franziskaneroberen der Vatikan approbiert hatte, leitet die Kustodie seit 2004. In dieser Funktion ist er im Auftrag des Papstes für den Schutz der Heiligen Stätten im Heiligen Land zuständig. Pizzaballa war bereits 1990 von seiner italienischen Ordensprovinz zunächst zum Studium ins Heilige Land entsandt worden. Seit 1999 ist er für die Kustodie tätig, die ihren Sitz in der Jerusalemer Altstadt hat. Zwischen 2001 und 2004 leitete Pizzaballa, der fließend Hebräisch spricht und gute Kontakte in die israelische Gesellschaft hinein unterhält, in Jerusalem die Gemeinde der hebräischsprachigen Katholiken. Zwischen 2005 und 2008 hatte er diese Aufgabe auch im Rang eines Generalvikars inne. Zudem war er Dozent für biblisches Hebräisch und Judaismus.

Franz-Peter Tebartz-van Elst (50), Bischof von Limburg, ist seit 25 Jahren Priester. Er empfing die Priesterweihe am 26. Mai 1985 im Dom zu Münster. Seit dem 20. Januar 2008 steht Tebartz-van Elst an der Spitze des Bistums Limburg. Zuvor war er Weihbischof in Münster. In der Deutschen Bischofskonferenz gehört er der Pastoralkommission und der Kommission Weltkirche an; er ist dort auch Vorsitzender der Unterkommission für Missionsfragen.

Weihbischof Josef Grünwald (73), Diözesanadministrator im Bistum Augsburg, hat am Pfingstmontag im Augsburger Dom sein Goldenes Priesterjubiläum begangen. Beim Pontifikalgottesdienst ging er in seiner Predigt auch auf die Frage ein, wie die Kirche wieder mehr Priester finden könnte. Dazu meinte Grünwald: „Der priesterliche Dienst ist nicht planbar, er ist nicht machbar. Er ist in seiner Einzigartigkeit Berufung.“ Der gebürtige Augsburger war am 29. Mai 1960 zum Priester geweiht worden. 35 Jahre später ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in Augsburg. Die Bischofsweihe empfing er vom damaligen Augsburger Bischof Viktor Josef Dammertz.

Richard Spencer (58), Priester aus Baltimore, ist am Samstag von Papst Benedikt XVI. zum neuen Weihbischof im Militär-Ordinariat der Vereinigten Staaten ernannt worden. Bislang war Spencer Vize-Kommandant der nordamerikanischen Militärseelsorger in Europa. Zuvor war er auch für die seelsorgliche Betreuung von Soldaten im Irak tätig.

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Kirche

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