Personalien

Papst Benedikt XVI. hat vier neue Mitglieder für das päpstliche Komitee für die Internationalen Eucharistischen Kongresse ernannt. Das vatikanische Presseamt teilte am Donnerstag die Berufung von Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson, Präsident des päpstlichen Rates für „Gerechtigkeit und Frieden“, und Kardinal Antonio Canizares Llovera, Präfekt der römischen Gottesdienstkongregation mit. Ebenfalls neu in diesem Gremium sind Wojciech Giertych, der Theologe des päpstlichen Hauses, sowie Theodore Mascarenhas, Ordenspriester und Mitarbeiter des päpstlichen Kulturrates. Das insgesamt zehn Mitglieder umfassende Komitee bereitet die Eucharistischen Kongresse vor. Diese zählen neben den Weltjugendtagen zu den größten Veranstaltungen der katholischen Kirche. Am letzten Treffen dieser Art im kanadischen Quebec nahmen 2008 etwa 200 000 Gläubige teil. Der 50. Eucharistische Weltkongress ist vom 10. bis 17. Juni 2012 in der irischen Hauptstadt Dublin vorgesehen. Der erste Eucharistische Kongress fand 1881 im französischen Lille statt. Ziel dieser internationalen Katholikentreffen ist es, die Bedeutung der Eucharistie wieder stärker ins Bewusstsein der Gläubigen zu rufen.

Nach seiner Knie-Operation will der Kölner Kardinal Joachim Meisner am Dienstag wieder seine Amtsgeschäfte aufnehmen. Gut drei Wochen nach der Implantation einer Prothese im linken Kniegelenk neige sich sein Krankenhausaufenthalt dem Ende zu, berichtet die Kölner Kirchenzeitung in ihrer neuesten Ausgabe. „Die 14 Kniebeugen während der Karfreitagsliturgie werde ich in diesem Jahr nicht machen können“, sagte der Erzbischof der Zeitung. „Doch dafür werde ich mich umso tiefer verbeugen.“ Auch während des Klinikaufenthalts habe er sich auf dem Laufenden gehalten, so Meisner. Jeden zweiten Tag bringe ihm sein Geheimsekretär, Pfarrer Oliver Boss, die wichtigste Post ins Krankenzimmer. Generalvikar Dominik Schwaderlapp komme mindestens einmal wöchentlich zu Besuch, um die wichtigsten Angelegenheiten zu regeln.

Bischof Felix Genn von Essen wird heute 60. Bischof Genn wurde am 6. März 1950 in Burgbrohl geboren und wuchs in Wassenach am Laacher See auf. Nach dem Studium in Trier und Regensburg wurde er 1976 zum Priester geweiht. Über 16 Jahre lang war er in die Priesterausbildung des Bistums Trier eingebunden. Genn promovierte 1985 über Augustinus. Von 1994 bis 1997 lehrte er an der Theologischen Fakultät Trier das Christliche Spiritualität. 1999 wurde Genn Trierer Weihbischof. 2003 wurde er Ruhrbischof, 2009 wechselte er an die Spitze des Bistums Münster.

Das Bistum Speyer hat sich von seinem Justiziar Markus von Thannhausen (57) getrennt. Das Bistum bestätigte am Donnerstag auf Anfrage einen Pressebericht, wonach Thannhausen jetzt mit sofortiger Wirkung von seiner Tätigkeit freigestellt wurde. Zur Begründung hieß es, die Bistumsleitung wolle das Bischöfliche Rechtsamt neu strukturieren und die Leitung neu besetzen. Das sei Thannhausen am 26. Februar in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt worden.

Mattias Kiefer (36), seit 2007 Umweltbeauftragter des Erzbistums München-Freising, ist neuer Sprecher der Umweltbeauftragten der deutschen Diözesen. Bei deren Jahrestagung in München wählten sie den Theologen zum Nachfolger von Hans-Gerd Wirtz aus Trier, wie die Bischöfliche Pressestelle am Donnerstag in Würzburg mitteilte. Der seit 2007 amtierende Wirtz hatte aufgrund zusätzlicher Verpflichtungen in seinem Bistum das Sprecheramt abgegeben. Er bleibt aber weiter im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft.

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18.09.2021, 19 Uhr
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