Personalien

Papst Benedikt XVI. hat den Kölner Kardinal Joachim Meisner zu seinem Sondergesandten für die Jubiläumsfeiern des litauischen Marienwallfahrtsortes Siluva ernannt. Das teilte der Vatikan am Donnerstag mit. Der in Zentral-Litauen gelegene Ort erinnert mit Feiern am 13. und 14. September an Marienerscheinungen vor 400 Jahren.

Laurent Monsengwo Pasinya, Erzbischof von Kinshasa, übernimmt an Stelle des verstorbenen Bischofs Wilhelm Egger das Amt des Sondersekretärs bei der bevorstehenden Weltbischofssynode. Der Vatikan teilte die Ernennung durch Papst Benedikt XVI. am Samstag mit. Der 68-jährige Alttestamentler hat damit die Arbeit der beratenden Experten bei dem Bischofstreffen zu koordinieren. Die Synode vom 5. bis 26. Oktober im Vatikan steht unter dem Thema „Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche“. Der Südtiroler Bischof und Neutestamentler Egger, den der Papst im Januar zum Sondersekretär berufen hatte, war am vergangenen Samstag überraschend einem Herzinfarkt erlegen. Monsengwo Pasinya erwarb 1970 als erster Afrikaner einen Doktorgrad am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom. Nachfolgend war er als Professor in Zaire und Kinshasa tätig. Die Universität im belgischen Löwen ehrte ihn 1993 mit einem Ehrendoktortitel. Als Bischof war Monsengwo Pasinya lange Jahre Vorsitzender der Bischofskonferenz in dem zentralafrikanischen Land sowie Präsident des gesamtafrikanischen Bischofsrats SECAM. Nach der von Diktator Mobutu angekündigten Demokratisierungsphase in Kongo erhielt er 1992 von Ministerpräsident Etienne Tshisekedi wa Mulumba die Bitte, sich für das Amt des Parlamentspräsidenten zur Verfügung zu stellen. Wegen seiner geistlichen Aufgabe lehnte der Erzbischof eine Kandidatur jedoch ab.

Julius Jia Zhiguo, chinesischer Untergrundbischof, ist kurz vor dem Abschluss der Olympischen Spiele festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht worden. Einer Meldung des Pressedienstes asianews vom Montag zufolge wurde der 73-jährige Kirchenführer beim Sonntagsgottesdienstes in der Kathedrale Wuqiu in Nordchina von Polizeikräften ohne Erläuterung abgeführt. Jia, 1980 ohne staatliche Genehmigung zum Bischof geweiht, verbrachte bereits mehrere Jahre im Gefängnis. Seit 1989 befand er sich unter strenger Polizeibeobachtung, seit einigen Monaten unter Hausarrest. Während der Spiele in Peking seien mehrere Bischöfe und Priester unter Hausarrest gestellt worden, berichtet der Pressedienst.

Georg Weinhold (73), Dresdner Weihbischof, ist am Freitag von seinem Amt zurückgetreten. Papst Benedikt XVI. nahm das vorzeitige Rücktrittsgesuch an, wie das Bistum Dresden-Meißen mitteilte. Weinhold hatte sich aus gesundheitlichen Gründen zu dem Schritt entschieden, bereits vor Vollendung seines 75. Lebensjahres in den Ruhestand zu treten. Weinhold war vor 35 Jahren zum Bischof geweiht worden. Seit einigen Monaten war er der dienstälteste amtierende Bischof in Deutschland. Der Bischof von Dresden-Meißen, Joachim Reinelt, würdigte das Wirken des Weihbischofs. Er sei mit Leidenschaft und ganzem Herzen Seelsorger und Priester und habe mit dieser Begeisterung für Christus viele Menschen angesteckt. Der aus Zittau stammende Weinhold wurde 1959 zum Priester geweiht und war zunächst als Kaplan in Kamenz und in Leipzig-Connewitz tätig. 1968 wurde er Pfarrvikar, 1971 Pfarrer in Dippoldiswalde. Der damalige Bischof Gerhard Schaffran berief ihn im selben Jahr in die Bistumsverwaltung. Als Bischofsvikar war Weinhold bis 1997 für Personalangelegenheiten zuständig. Bis 2004 war er anschließend Generalvikar. Er steht seit 1990 dem Domkapitel Sankt Petri zu Dresden als Domdekan vor.

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18.09.2021, 19 Uhr
Thomas Schumann