Personalien

Die Ordensgemeinschaft der Dehonianer oder Herz-Jesu-Priester wird künftig von dem venezolanischen Theologen Carlos Luis Suarez Codorniu geleitet. Die Generalversammlung der Gemeinschaft wählte den 52-Jährigen in Rom für zunächst sechs Jahre zum neuen Generaloberen, wie der Orden am Freitagabend mitteilte. Suarez löst den Deutschen Heiner Wilmer (57) ab, der nach drei Jahren an der Ordensspitze im April von Papst Franziskus zum Bischof von Hildesheim ernannt wurde. Wilmer wird am 1. September im Hildesheimer Dom zum Bischof geweiht und in sein Amt eingeführt.

Prälat Camille Perl (79) ist am Samstag in Rom an einem Herzversagen verstorben. Der gebürtige Luxemburger, der beim Aufbau der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ und deren Leitung beteiligt war, war 1985 an die Kongregation für die Gottesdienste und die Sakramentenordnung entsandt worden, nachdem er zunächst in den Benediktinerorden eingetreten war, dann Weltpriester wurde und als Pfarrer in Luxemburg gearbeitet hatte. Bei der Gründung der Kommission „Ecclesia Dei“ im Jahr 1988, die sich nach den unerlaubten Bischofsweihen von Erzbischof Marcel Lefebvre um die romtreuen Anhänger des alten Ritus kümmern sollte, wurde Perl deren erster Sekretär und wirkte an der Seite des Präsidenten der Kommission, Kardinal Augustin Mayer. Er erhielt schließlich am 13. März 2008 für die Dauer von fünf Jahren die Ernennung zum Vizepräsidenten von „Ecclesia Dei“, wurde aber infolge der Umstrukturierung der Päpstlichen Kommission bereits am 8. Juli 2009 in den Ruhestand versetzt. Zuletzt war er Kanonikus an Sankt Peter im Vatikan.

Der Bischöfliche Finanzdirektor und Diözesanökonom in Würzburg, Albrecht Siedler, ist am Freitag von seinen Ämtern mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Damit wolle er nach eigenen Worten auch Schaden vom Amt des Finanzdirektors und von der Diözese abwenden, heißt es in einer Erklärung. Bischof Franz Jung hat demnach den Rücktritt angenommen. Am Freitag war bekanntgeworden, dass Siedler einen Strafbefehl wegen nicht abgeführter Sozialbeiträge angenommen hatte. Die Strafe lag laut Staatsanwaltschaft bei über 90 Tagessätzen und damit in einem mittleren fünfstelligen Bereich. Siedler gilt somit als vorbestraft.

Laut Diözese ging es um Sozialversicherungsbeiträge für Stipendien an Promotionsstudierende.

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