Personalien

Dieter Geerlings
Foto: Harald Oppitz (KNA) | Dieter Geerlings, Weihbischof in Münster.
Dieter Geerlings
Foto: Harald Oppitz (KNA) | Dieter Geerlings, Weihbischof in Münster.

Der Münsteraner Weihbischof Dieter Geerlings (70) (Foto: KNA) ist aus Gesundheitsgründen zurückgetreten. Papst Franziskus nahm sein Rücktrittsgesuch am Freitag an, wie in Rom und Münster bekanntgegeben wurde. Der Geistliche war seit 2010 Weihbischof für die Region Coesfeld/Recklinghausen. Der Rücktritt erfolgte fünf Jahre früher als im Normalfall vom Kirchenrecht vorgesehen. Geerlings, bislang Mitglied der Caritas- und der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, musste sich 2015 den Magen entfernen lassen, wie es hieß. Zwar sei der Krebs erfolgreich behandelt worden. Doch seien die Einschränkungen mit dem Arbeits- und Terminplan eines Weihbischofs nicht vereinbar. Auch empfehle ein ärztliches Gutachten „dringend und zeitnah“ die Emeritierung. Daher habe Geerlings nach Absprache mit Münsters Bischof Felix Genn sein Rücktrittsgesuch gestellt. Unterdessen kündigte das Bistum Münster an, dass es für Geerlings keinen Nachfolger und damit nur noch vier Weihbischöfe in der Diözese geben werde. Die Region Coesfeld/Recklinghausen werde aufgeteilt. „Wir können nicht vor Ort in den Pfarreien immer weniger Priester im Einsatz haben und an der Spitze der Diözese so weitermachen wie früher“, begründete Genn seine Entscheidung. Für das Kreisdekanat Coesfeld werde künftig Weihbischof Stefan Zekorn mit zuständig sein, der schon die Region Münster/Warendorf betreut. Für das Kreisdekanat Recklinghausen übernimmt Weihbischof Rolf Lohmann zusätzlich zur Region Niederrhein Verantwortung. Für die Weihbischöfe Christoph Hegge (Borken und Steinfurt) und Wilfried Theising (Offizialatsbezirk Oldenburg) ändere sich nichts.

Der Limburger Prälat Günther Geis wird zum 29. Juni seine Aufgaben als Domdekan und Bischofsvikar für den synodalen Bereich aufgeben. Mit Blick auf seinen 70. Geburtstag hat er Bischof Georg Bätzing den Verzicht auf die beiden Ämter angeboten und der Bischof hat den Verzicht angenommen. Geis stammt aus Obertiefenbach. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Frankfurt und Innsbruck wurde er am 30. Juni 1973 durch Bischof Wilhelm Kempf im Limburger Dom zum Priester geweiht. Danach wirkte er als Kaplan in Braunfels, in Lahnstein, in Flörsheim und in Wiesbaden. Von 1981 bis 1986 absolvierte er ein Promotionsstudium in Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. In der Zeit war er auch vier Jahre Vizerektor im Priesterkolleg Santa Maria dell?Annima. Seit dem 21. September 2009 wirkte Geis als Domdekan und Bischofsvikar für den synodalen Bereich. Zudem war er von März 2010 bis Sommer 2017 kommissarischer Bezirksdekan im katholischen Bezirk Untertaunus.

Martin Stuflesser (47), Liturgiewissenschaftler an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg, ist mit dem „Preis für gute Lehre“ geehrt worden. Dies teilte die Bischöfliche Pressestelle am Wochenende in Würzburg mit. Die Auszeichnung war dem einzigen Theologen unter 15 Wissenschaftlern bereits vergangene Woche überreicht worden. Das Kultusministerium würdigt damit eine „herausragende Lehrleistung über die Dauer von wenigstens zwei Studienjahren an einer Universität in Bayern“. Der Preis solle verdeutlichen, dass die Lehre gleichberechtigt neben Forschungsaufgaben stehe. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden laut Mitteilung von ihrer Heimatuniversität vorgeschlagen. Dabei werde auch das Votum der Studierenden berücksichtigt. Der 1970 in Neustadt an der Weinstraße geborene Stuflesser studierte Theologie in Münster, wo er auch promoviert wurde und sich habilitierte. Seit 2007 hat der Wissenschaftler den Lehrstuhl in Würzburg inne. Er ist Priester des Bistums Mainz.

Thomas Sternberg bleibt für vier weitere Jahre Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Auf der in Bonn tagenden Vollversammlung wurde der 65-Jährige bei turnusgemäßen Wahlen am Freitag mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Der CDU-Politiker aus Münster war der einzige Kandidat. Von 174 Stimmen entfielen 160 Ja-Stimmen auf ihn; es gab fünf Nein-Stimmen und neun Enthaltungen. Hamburgs Erzbischof Stefan Heße gratulierte Sternberg und verlas zudem Glückwünsche des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Dieser betonte eine konstruktive und positive Zusammenarbeit sowie einen guten Austausch. Sternberg war vor zwei Jahren als Nachfolger von Alois Glück gewählt worden, der sein Amt nach sechs Jahren wie angekündigt vorzeitig niedergelegt hatte. Sternberg hatte sich bei seiner Wahl im November 2015 gegen die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Maria Flachsbarth (CDU), durchgesetzt.

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